Neuer Chef der LKW-Tochter Iveco kommt aus dem Konzern: Stühlerücken bei Fiat

Neuer Chef der LKW-Tochter Iveco kommt aus dem Konzern
Stühlerücken bei Fiat

Eines kann dem italienischen Industriekonzern Fiat derzeit niemand vorwerfen – Stillstand. Dafür sorgt schon das ständige Kommen und Gehen beim Toppersonal.

FRANKFURT/M. Da gibt es die Querelen um die von Vorstandschef Sergio Marchionne verordnete Verschlankung der 200-köpfigen Holding-Führung um 80 Führungskräfte. Und nun geht ein weiterer wohlgelittener Manager auf eigenen Wunsch.

Am Donnerstag gab Fiat bekannt, dass José Maria Alapont, der spanische Chef der zuletzt sehr erfolgreichen Fiat-LKW-Tochter Iveco, das Unternehmen verlässt. Er wechselt an die Spitze von Federal Mogul. Der US-Zulieferer ist gerade in Deutschland in den Schlagzeilen, weil ein fehlerhaftes Zulieferteil des Unternehmens für den Ausfall von Bosch-Dieselpumpen und damit für Produktionsausfälle unter anderem bei Mercedes und BMW verantwortlich sein soll. Wenigstens wurde für Alapont sofort ein Nachfolger bei Iveco benannt: Paolo Monferino. Der 58-Jährige war bislang für das Geschäft der Fiat-Landmaschinentochter CNH zuständig. Er hat in Turin ein Ingenieurstudium absolviert und dann im Fiat-Konzern Karriere gemacht. Nun muss für die Spitze der ebenfalls profitablen CNH ein neuer Chef gesucht werden.

Das kann dauern, wie die noch immer vakante Position des Deutschland-Chefs von Fiat zeigt. Seit Ende November sucht der Konzern für den zu Lamborghini gewechselten Ex-Deutschland-Chef einen Nachfolger – bislang vergeblich. Stephan Winkelmann war auf dieser Position bereits der vierte Mann in gut zwei Jahren. Kein Einzelfall bei Fiat: Auch in der Turiner Zentrale gaben sich in den vergangenen Jahren die Chefs der notleidenden Autosparte die Klinke in die Hand.

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