Neuer Finma-Chef
Vize Branson soll Schweizer Bankenaufsicht leiten

Vor wenigen Tagen war der Chef der Schweizer Bankenaufsicht überraschend zurückgetreten. Doch die Finma hat offenbar bereits Ersatz gefunden. Der bisherige Vize Mark Branson soll den Posten übernehmen.
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ZürichDie Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) hat wenige Tage nach dem überraschenden Rücktritt von Behörden-Chef Patrick Raaflaub wohl bereits einen Nachfolger gefunden. Mark Branson, bislang Stellvertreter von Raaflaub, solle das Spitzenamt bei der Berner Behörde nicht nur interimistisch übernehmen, sondern permanent leiten, berichtete die Zeitung „Schweiz am Sonntag“. Dies sei der Wille des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der Finma. Der aus Großbritannien stammende frühere UBS-Manager Branson ist seit Januar 2010 bei der Bankenaufsicht. Bei der Finma war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Raaflaub hatte am Mittwoch erklärt, er werde seinen Posten Ende Januar aus persönlichen Gründen räumen. Die Zeit sei gekommen, „eine neue Herausforderung zu suchen“, hatte der Behördenchef gesagt. Raaflaub, der aus der Versicherungsbranche kam, hatte nach seinem Amtsantritt 2009 die Banken stärker an die Kandare genommen als seine Vorgänger. Er trat ebenso wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) für schärfere Eigenkapitalvorschriften für Schweizer Banken ein. Zuletzt forderte er die Institute auf, sich im Steuerstreit mit den USA selbst anzuzeigen, wenn sie für amerikanische Steuersünder Geld verwaltet haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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