Neuer Job
Berthold Huber soll in Porsche-Aufsichtsrat

Das könnte unangenehm werden für Porsches Betriebsratschef Uwe Hück: Der Chef der IG-Metall-Chef, Berthold Huber, soll offenbar in den Aufsichtsrat der Porsche-Holding einrücken. Damit bekommt Hück einen mächtigen Nebenbuhler, der nicht immer seiner Meinung sein dürfte.

HB HAMBURG. Nach Medienberichten soll IG-Metall-Chef Huber in den Aufsichtsrat der Porsche-Holding einrücken. Das berichten die „Stuttgarter Zeitung“ und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit den Vorgängen in dem Gremium vertraute Person am Montag.

Der von den Familien Piech und Porsche beherrsche Stuttgarter Sportwagenbauer ist nach der Übernahme der Mehrheit an Volkswagen zu Europas größtem Autokonzern aufgestiegen. Hubers Vorgänger an der Spitze der IG-Metall, Jürgen Peters, ist stellvertretender Aufsichtsratschef von Volkswagen. Er wird voraussichtlich nicht in den Porsche-Aufsichtsrat wechseln. Für die IG Metall haben Volkswagen und Porsche wegen der hohen Zahl an Gewerkschaftsmitgliedern eine große Bedeutung.

Neben Huber sollen VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, sein Porsche-Kollege Uwe Hück und der Stuttgarter IG-Metall-Bevollmächtigte Hans Baur nach der Hauptversammlung am übernächsten Freitag in den aus zwölf Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat einrücken. Weder Porsche noch die IG Metall wollten sich dazu äußern.

Insgesamt werden sechs Arbeitnehmervertreter dem Aufsichtsrat angehören. Unter den sechs Kapitalvertretern im Aufsichtsrat sind keine Veränderungen vorgesehen. Wolfgang, Ferdinand Oliver und Hans-Peter Porsche sollen für den einen Familienstamm, Ferdinand und Hans Michel Piech für den anderen in ihren Ämtern bestätigt werden, dazu kommt der frühere Henkel-Chef Ulrich Lehner, wie aus der Tagesordnung der Hauptversammlung hervorgeht.

Osterloh war vor kurzem zum Betriebsratschef der Porsche Holding SE gewählt worden, Hück zu seinem Stellvertreter. Beide hatten monatelang öffentlich heftig über die Mitbestimmung in der Holding gestritten und nicht mit persönlichen Angriffen gespart. Erst seit kurzem zeichnet sich eine Einspannung ab. Unter dem Dach der Holding werden der Stuttgarter Autobauer Porsche und der Wolfsburger Volkswagen-Konzern zusammengeführt. Porsche hält 50,8 Prozent an VW und will die Beteiligung auf 75 Prozent ausbauen.

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