Neuer VÖB-Chef
Christian Brand: Der sorgfältige Förderbanker

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) steht vor einer Zäsur: Mit Christian Brand, Vorstandschcef der L-Bank, wird erstmals seit Jahren kein Chef einer Landesbank an die Spitze des VÖB rücken. In seinem neuen Amt wird der erfahrene Banker zeigen müssen, ob er dem Verband politisches Gehör verschaffen kann.

BERLIN. Pünktlich zum Sommerempfang des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) am 29. Juni wird es Neuigkeiten geben. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung soll Christian Brand, Vorstandschef der baden-württembergischen Förderbank L-Bank, zum neuen Präsidenten des VÖB gewählt werden.

Das ist eine Zäsur, denn in den vergangenen Jahren stellten stets die Chefs der Landesbanken den Präsidenten des Verbandes. Zum VÖB gehören 62 Institute, darunter neun Landesbanken. Doch die Landesbanken-Chefs setzen in diesen instabilen Zeiten offensichtlich andere Prioritäten.

Brand, seit 2007 stellvertretender VÖB-Präsident, wird dieses Ehrenamt von Siegfried Jaschinski übernehmen. Aus politischen Gründen musste der ehemalige Chef der Landesbank Baden-Württemberg seinen Hut nehmen und verlor damit auch sein Verbandsamt. Der 59-jährige Brand wird für den Rest der laufenden Amtsperiode bis November 2010 gewählt.

Brand genießt allseits einen ausgezeichneten Ruf als Banker. Er dürfte einer der wenigen Bank-Spezialisten sein, die einen Top-Job bei einer US-Investmentbank gegen eine Tätigkeit bei einer Förderbank eintauschten. Nach sechs Jahren bei JP Morgan wechselte Brand 1993 zur L-Bank in Karlsruhe. Die Perspektive, mit 43 Jahren stellvertretender Vorstandschef zu werden, war zu verlockend. Den Vorstandsvorsitz übernahm er bei der großen Förderbank im Jahr 2001.

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