Neueste Wendung beim Thema „Auswanderung der Arbeit in Entwicklungsländer“
Für kleines Geld nach Indien

Eine Reiseagentur schickt europäische Angestellte nach Indien, um dort Anrufe und E-Mails zu beantworten. Sie zahlt dafür indische Gehälter.

Die Londoner Online-Reiseagentur Ebookers preist die Jobs an, als eine Möglichkeit die Welt kennenzulernen - wie in einer Friedenstruppe oder der Fremdenlegion: Bisher hat die Firma mehr als 50 abenteuerlustige Rekruten aus Finnland, Norwegen, Schweden, Frankreich, der Schweiz, Irland und Deutschland nach Indien geschickt.

Das Projekt ist die neueste Wendung beim Thema „Auswanderung der Arbeit in Entwicklungsländer“, das den Dienstleistungssektor in den USA umgestaltet und wegen des damit verbundenen Verlusts an Arbeitsplätzen in wirtschaftlichen und politischen Kreisen Verzweiflung auslöst.

Ebookers ist eine mögliche Anleitung dafür, wie multinationale Unternehmen beispielsweise auch Arbeitsplätze in Call-Centern nach Übersee verlegen könnten, für die bisher Sprachbarrieren galten, weil in Auslagerungsländern wie Indien die Mundarten von Ländern wie Holland oder Italien im Gegensatz zum Englischen nicht verbreitet sind.

Die Idee für das Projekt hatte die 52-jährige Tera Komulainen, bei Ebookers für Skandinavien verantwortlich, als sie im April 2002 Neu Delhi besuchte. Schon im Juli flogen die ersten Call-Center-Mitarbeiter nach Indien. Sie erhalten genau wie ihre einheimischen Kollegen ein Eingangsgehalt von 6 000 Dollar im Jahr. Den europäischen Zeitarbeitern wird zusätzlich die Wohnung vom Unternehmen gestellt.

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