Neuordnung kommt gut voran
Saunders verlässt die WestLB

Jetzt ist es offiziell bestätigt worden: Die umstrittene Investmentbankerin Robin Saunders verlässt zum Jahresende die WestLB.

HB DÜSSELDORF. Darauf habe sich der Vorstand mit der Leiterin der Geschäftsbereichs Principal Finance in London verständigt, teilte die Bank am Freitag mit. Die Bankerin war mit dem Absturz der WestLB in die roten Zahlen im vergangenen Jahr in die Schusslinie geraten. Saunders hatte unter anderem das Engagement der WestLB beim britschen TV-Verleiher Boxclever eingefädelt, das die Bank mit rund 700 Millionen Euro abschreiben musste.

Angesichts der Entscheidung der WestLB, sich strategisch neu auszurichten, habe sie sich entschlossen, sich beruflich anderweitig zu orientieren, erklärte Saunders. Die Neuordnung des Geschäftsbereich Principal Finance komme gute voran. Hierzu gehöre unter anderem auch der Verkauf der Beteiligungen an Pubmaster. Zugleich bedankte er sich bei Saunders für ihr berufliches Engagement in den vergangenen fünf Jahren bei der WestLB.

Die Düsseldorfer Bank war durch riskante Kreditgeschäfte in eine tiefe finanzielle Krise geraten. Im vergangenen Jahr fiel ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro vor Steuern an. Die Bankenaufsicht stellte im Zuge einer Prüfung erhebliche Mängel bei der Risikokontrolle fest. Daraufhin nahm der frühere Vorstandschef Jürgen Sengera seinen Hut.

Auch 2003 wird die WestLB durch hohe Abschreibungen erneut tiefrote Zahlen schreiben. Dabei entfallen mehr als 400 Millionen Euro auf den US-Flugzeugverleiher Boullion. Operativ soll die WestLB aber besser dastehen als 2002. So erwartet die Bank ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von mehr als 500 Millionen Euro.

Anfang kommenden Jahres übernimmt der frühere Deutsch-Banker Thomas Fischer den Vorstandsvorsitz bei der WestLB.

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