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Neuregelung des Pfandbriefrechts

Der Deutsche Bundestag hat am 18. 2. 2005 beschlossen, das ...

Der Deutsche Bundestag hat am 18. 2. 2005 beschlossen, das Pfandbriefrecht neu zu regeln. Mehr Kreditinstitute dürfen künftig Pfandbriefe begeben. Dadurch wird der Wettbewerb im Pfandbriefgeschäft zugunsten der Anleger gestärkt. Die Neuregelung vereinfacht das Pfandbriefrecht. Die Regelungen sollen im Juli 2005 in Kraft treten. Bisher regeln drei Gesetze das Pfandbriefgeschäft. Diese drei werden durch ein Pfandbriefgesetz abgelöst.
Nach dem neuen Gesetz dürfen alle Kreditinstitute, die bestimmten Anforderungen zum Schutz des Pfandbriefgeschäfts genügen, Pfandbriefe begeben ("begeben" bedeutet soviel wie erstellen und ausgeben). Nach geltendem Recht dürfen Pfandbriefe nur von Hypothekenbanken, Schiffsbanken und öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten begeben werden.
Ein Pfandbrief ist ein festverzinsliches Wertpapier, das - derzeit - von einer Hypothekenbank oder Landesbank ausgegeben wird. Der Pfandbrief gilt als besonders sicher, da er mittelbar durch ein Grundpfandrecht (auf ein Grundstück) oder durch Forderungen gegen die öffentliche Hand gesichert ist.
Der Pfandbrief ist ein weltweit gefragtes Anlageinstrument. Der deutsche Pfandbrief ist ein Vorzeigemodell an internationalen Finanzmärkten. Es ermöglicht denjenigen, die den Pfandbrief begeben, eine günstige Finanzierung und ist so von großer Bedeutung für den Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Über ein Drittel der in Deutschland ausgegebenen festverzinslichen Wertpapiere sind Pfandbriefe.
Für den Anleger sind Pfandbriefe günstig, da sie ähnlich sicher sind wie Bundesanleihen, jedoch in der Regel eine etwas höhere Rendite bieten. Der Anleger kann den Pfandbrief jederzeit verkaufen, das Geld ist also flexibel verfügbar. Bisher kauften überwiegend institutionelle Käufer wie Versicherungen und Rentenfonds Pfandbriefe. Sie sind aber auch für private Anleger interessant.

Quelle: DER BETRIEB, 23.02.2005

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