News of the World
Suche nach Sündenbock im Murdoch-Reich

Der "News of the World"-Skandal geht weiter: Jetzt wurde bekannt, dass Les Hinton, der ehemalige Chef der Zeitungsmutter, mehr wusste, als er vor einem Ausschuss beteuert hatte. Das könnte ihm jetzt den Kopf kosten.
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LondonDer Mann ließ nicht den leisesten Zweifel: "Ich bin überzeugt, dass wir die Sache gründlich geprüft haben", sagte Les Hinton, einer der Spitzenmanager im Unternehmensreich von Rupert Murdoch, 2007 vor einem parlamentarischen Ausschuss in Großbritannien, der die Handy-Schnüffelei der Journalisten von "News of the World" untersuchte. Und weiter: Es habe sich nur um einen einzelnen Reporter gehandelt, der sich nicht an den Verhaltenskodex des Presserats gehalten habe.
Vier Jahre später - nach neuen Enthüllungen über die Recherchemethoden bei der jetzt eingestellten Boulevardzeitung - ist klar: Hinton, Ex-Chef der "News of the World"-Mutter News International und heute an der Spitze des Murdoch-Verlags Dow Jones, hat nicht die Wahrheit gesagt. Daher gehört er jetzt möglicherweise zu denen, die Murdoch opfern wird, um einen Schlussstrich unter den Skandal zu ziehen, spekulieren britische Medien. Offen ist allerdings, wie viel Hinton bei seinem Auftritt vor dem Ausschuss wirklich wusste.
Der 67-Jährige arbeitet seit gut 50 Jahren für Rupert Murdoch - zunächst als Reporter bei der australischen Zeitung "Adelaide News". Von 1995 bis 2007 leitete er News International, die Holding der britischen Murdoch-Zeitungen.
Es sei Hinton damals nicht gelungen, den Abhörskandal bei "News of the World" in den Griff zu bekommen. Er sei jetzt ein großes Problem für Murdoch, sagte Peter Burden, Autor eines Buches über das Boulevardblatt, der Nachrichtenagentur Reuters. Hinton wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern.

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  • Der Fisch stinkt vom Kopfe her....

    Fuck You Murdoch !

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