Nicht weniger wert als Massivhaus
Makler muss nicht auf Fertighaus hinweisen

Ein Immobilienmakler ist nicht unbedingt dazu verpflichtet, einen Kunden darauf hinzuweisen, dass es sich bei einem Objekt um ein Fertighaus handelt.

HB FRANKFURT/MAIN. Das berichtet die Zeitschrift "OLG-Report" unter Berufung auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt. Ein Fertighaus sei im Vergleich zu einem in konventioneller Massivbauweise errichteten Gebäude nicht ohne weiteres ein Haus mit minderem Gebrauchs- oder Verkehrswert (Az.: 19 W 26/05).

Das Gericht lehnte den Antrag der Käuferin eines Fertighauses auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe ab. Die Frau hatte auf Vermittlung eines Maklers das Haus gekauft. Als sie später feststellte, dass es sich um ein Fertighaus handelte, verlangte sie die Provision zurück. Das OLG maß dieser Forderung keine Erfolgsaussichten bei und war daher auch nicht bereit, die beantragte Prozesskostenhilfe zu bewilligen.

Die Richter sahen keine Pflichtverletzung des Maklers. Dieser müsse zwar den Auftraggeber auf alle für dessen Kaufentscheidung wesentlichen Aspekte hinweisen. Allerdings müsse ein Makler bei der Qualität, die viele Fertighäuser heute hätten, nicht mehr ohne weiteres damit rechnen, dass dies eine für den Käufer wesentliche Information sei.

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