Nike-Gründer Philip Knight holt mit William Perez überraschend einen Externen an die Spitze des Sportartikelriesen
Der Sportfan Nummer eins tritt ab

Kihachiro Onitsuka erinnert sich noch gut. „Es war im Jahr vor den Olympischen Spielen von Tokio, als mich ein junger Mann namens Philip Knight besuchte. Er sagte mir, dass meine Sportschuhe die besten der Welt seien und er sie in den USA vermarkten wolle. Ich habe ihm vertraut und meine Produkte an die Hand gegeben.“

MÜNCHEN. Was der legendäre Gründer der japanischen Sportschuhmarke Asics 1963 nicht wissen konnte: Mit seiner Schützenhilfe für Knight hatte er den Grundstein für Nike, den heute größten Sportartikelkonzern der Welt, gelegt.

Besonders dankbar zeigte sich Knight allerdings nicht. Sieben Jahre lang importierte er Onitsukas Schuhe nach Amerika, dann gab er ihm den Laufpass. „Diese Abgebrühtheit kannte ich aus Japan nicht“, blickt der heute 86-jährige Onitsuka zurück.

Für Überraschungen sorgt Knight noch heute. Kaum jemand hatte damit gerechnet, als er Ende vergangener Woche seinen Rückzug als Chief Executive Officer bei Nike bekannt gab. Zum Jahresende wird der 66-Jährige den Chefposten beim mit 12,3 Milliarden Dollar Umsatz größten Sportartikelanbieter der Welt aufgeben und den Posten des Chairmans an der Spitze des Verwaltungsrates übernehmen.

Verblüffend auch die Wahl seines Nachfolgers: Neuer Chief Executive Officer wird William D. Perez, 57, bisher Chef von S.C. Johnson, einem amerikanischen Hersteller von Putzmitteln (Abflussfrei, Null-Null). Dagegen gehen die beiden Favoriten auf die Nachfolge, die Nike-Vorstände Charlie Denson und Mark Parker, leer aus.

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