Nobler „Anleihekönig“
Bill Gross möchte 2,7 Milliarden Dollar spenden

Als Gründer der Fondsgesellschaft Pimco wurde Bill Gross ein reicher Mann. Jetzt möchte der „Anleihekönig“ Gutes tun und möchte sein gesamtes Vermögen spenden. 700 Millionen Dollar gingen schon an wohltätige Zwecke.
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Unter den weltweit größten Stiftern ist Bill Gross bisher kein Name. Das dürfte sich rasch ändern. Der 71- jährige Anleiheinvestor hat bereits bis zu 700 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke ausgegeben und will nach und nach sein verbleibendes Vermögen von zwei Milliarden Dollar stiften.

Das sei eine Größenordnung, die selbst für ihn eindrucksvoll sei, sagte Gross. Er definiere Erfolg jetzt anders als vor fünf oder zehn Jahren, sagte Gross. Während anfangs geschäftliche Erfolge oder das Wachstum der verwalteten Vermögen im Vordergrund standen und natürlich die eigene Familie - wie gut sich etwa Sohn oder Tochter beim Fußball schlugen - sei heute Erfolg abhängig davon, was er für die Welt um sich herum tun könne, um anderen zu helfen, sagte Gross.

Als Mitgründer der Fondsgesellschaft Pacific Investment Management (Pimco) erwarb er sich den Titel „Anleihekönig“ indem er über Jahre hinweg die besten Erträge in der Branche erwirtschaftete. 2013, als sich das verwaltete Vermögen von Pimco der Marke von zwei Billionen Dollar näherte, zahlte Pimco Gross einen Bonus von 290 Millionen Dollar (258 Mio. Euro).

Im gleichen Jahr forderte der Hedgefondsmanager Carl Icahn via Twitter auf, es anderen Milliardären gleichzutun und den Großteil seines Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Zwei Tage danach sagten Gross und seine Frau Sue, sie würden alles stiften.

Bis jetzt hatte Gross noch nie den Umfang seiner Spenden publik gemacht. „Meine Frau Sue und ich bemühen uns, das nicht groß zu verkünden. Wir sind nicht die Art Mensch, die zu Gala- Veranstaltungen und Parties gehen. Wir bevorzugen es, gewissermassen, im Verborgenen zu wirken”, sagte Gross.

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