Noch kein Nachfolger in Sicht
BSkyB-Chef Tony Ball nimmt seinen Hut

Der Chef des PayTV-Senders BSkyB tritt vom Vorstandsposten zurück. Nach wochenlangen Spekulationen über einen Wechsel an der Konzernspitze kündigte der Sender am Dienstag den Rücktritt von Ball an. Ball werde nur noch solange als Chief Executive agieren, bis ein Nachfolger ernannt werde, hieß es am Dienstag in London.

HB LONDON. BSkyB gehört zum News-Corp-Konzern des australischen Unternehmers Rupert Murdoch. „Das wird wahrscheinlich schon lange, bevor sein Vertrag Ende Mai 2004 ausläuft, sein“, hieß es in der Stellungnahme weiter. Wer den Posten übernehmen soll, wurde nicht gesagt.

Ball hatte nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen in den vergangenen Wochen mit dem BSkyB-Aufsichtsrat, in dem auch Rupert Murdoch vertreten ist, über seine Zukunft bei dem Unternehmen verhandelt.

In Presseberichten war Rupert Murdochs Sohn James in der vergangenen Woche als möglicher Nachfolger genannt worden, was an der Börse gar nicht gut aufgenommen wurde. Die BSkyB-Aktien gerieten unter Druck und verloren seit Beginn der Spekulationen rund sechs Prozent. Am Dienstagvormittag notierten die Titel wieder gut ein Prozent im Plus bei 628 Pence.

Ball führt den Sender seit 1999, gilt als fähiger Manager, der die Digitalisierung von BSkyB durchsetzte und den Sender in die schwarzen Zahlen führte. Der 30-jährige James Murdoch leitet im Familienkonzern derzeit den asiatischen Satellitensender Star TV.

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