Norbert Reithofer: Mit Auto-Sachverstand in den Persil-Konzern

Norbert Reithofer
Mit Auto-Sachverstand in den Persil-Konzern

BMW-Chef Norbert Reithofer zieht in den Gesellschafterausschuss des Persil-Konzerns Henkel ein. Warum die neuen Aufgaben des 54-Jährigen denen des Autobauers ähneln und Kontinuität auch bei Henkel groß geschrieben wird.
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München/DüsseldorfDer Persil-Konzern Henkel holt sich hochkarätigen Sachverstand in den Gesellschafterausschuss. In das wichtigste Kontrollgremium des Konzerns soll BMW-Chef Norbert Reithofer einziehen. Das soll die Hauptversammlung laut Einladung beschließen.

Der 54-Jährige hat nahezu sein gesamtes Berufsleben bei BMW verbracht – doch die Aufgaben, die ihn bei Henkel erwarten, ähneln den Herausforderungen bei dem Autobauer. Henkel-Chef Kasper Rorsted hat das Ziel ausgerufen, die Marge zu steigern. Premiummarken wie Persil und Schwarzkopf sollen – wie die Marke BMW – die Kunden verleiten, Geld auszugeben. Dazu kommt wie in der Automobilindustrie eine genauere Auswahl der Zulieferer, um Kosten zu sparen.

Die wichtigsten Baustellen bei BMW hat der studierte Fertigungstechniker und Betriebswirt Reithofer im Griff. Erst im vergangenen Herbst verlängerte der Aufsichtsrat vorzeitig seinen Vertrag um weitere fünf Jahre bis 2016. BMW wird ebenso wie Henkel von einer Familie dominiert und setzt auf Kontinuität im Management. Reithofer hat das Vertrauen der Familie Quandt, die rund 47 Prozent der BMW-Stimmrechte kontrolliert. Reithofer hat BMW seit seinem Amtsantritt 2006 neu ausgerichtet.

Familienbande beherrschen auch Henkel: Satzungsgemäß wirkt der Gesellschafterausschuss bei der Führung der Gesellschaft mit. Er ist damit einflussreicher als der Aufsichtsrat. Die Familie, die gut 53 Prozent der Stammaktien hält, vertreten etwa Ausschuss-Chefin Simone Bagel-Trah und Christoph Henkel. Außerdem sitzen unter anderem Allianz-Vorstand Paul Achleitner und der ehemalige Bayer-Chef Werner Wenning in dem Gremium.


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  • warum muss der Reithofer jetzt noch einen Job machen?

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