Nur Jürgen Ladberg hat sich geweigert
Gewerkschafter leisteten wenig Widerstand gegen Millionenprämien

Im Düsseldorfer Mannesman-Prozess haben die Arbeitnehmer-Vertreter im ehemaligen Mannesmann-Aufsichtsrat wenig Interesse, den Sachverhalt aufzuklären. Das wurde am Mittwoch bei der Vernehmung mehrerer ehemaliger Aufsichtsräte als Zeugen im Düsseldorfer Mannesmann - Prozess deutlich.

HB DÜSSELDORF. Zwar hätten die Gewerkschafter und Betriebsräte im März 2000 beschlossen, den gesamten Aufsichtsrat mit dem Vorgang zu befassen und den Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Funk zu einer Erklärung zu bewegen, sagte ein ehemaliger Aufsichtsrat. Letztlich habe man sich aber mit einigen Sätzen vom damaligen Aufsichtsrat Josef Ackermann in einer Verhandlungspause abspeisen lassen.

Obwohl Ackermann sich dabei so missverständlich ausgedrückt habe, dass mehrere Arbeitnehmervertreter fälschlich glaubten, das Geld solle von Vodafone gezahlt werden, seien keine Nachfragen gestellt worden. Lediglich der damalige Betriebsratsvorsitzende Jürgen Ladberg habe wütend erklärt, er werde die Prämienbeschlüsse nicht unterschreiben.

Einer der Betriebsräte und ehemaliger Aufsichtsrat wollte sich am Mittwoch im Gerichtssaal sogar nicht einmal daran erinnern, wann er Mitglied des Aufsichtsrats der Mannesmann AG war. Mit deutlicher Missbilligung des Gerichts wurde seine Vernehmung nach wenigen Minuten abgebrochen.

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