Oberlandesgericht verlangt Personalienfeststellung
Skihallen-Betreiber hat Unfall aufzunehmen

Kommt es in einer Skihalle zu einem Unfall zwischen zwei Skifahrern, verletzt der Betreiber seine Fürsorgepflicht, wenn er nicht die Personalien der Unfallbeteiligten aufnimmt. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf entschieden.

crz GARMISCH. Im Urteilsfall waren eine Skifahrerin und ein unbekannt gebliebener Snwoboardfahrer in einer Skihalle zusammen gestoßen. Die Skifahrerin trug eine Unterschenkelfraktur davon, die stationär behandelt werden musste. Weil es der Hallen-Betreiber unterlassen hatte, die Personalien des anderen Unfallbeteiligten aufzunehmen, verurteilte ihn die Vorinstanz zu 3 000 Euro Schmerzensgeld und 17 997,47 Euro Verdienstausfall.

So weit mochte das OLG Düsseldorf denn doch nicht gehen. Zwar müssten die Verantwortlichen der Skihalle die Personalien aufnehmen, um dem Unfallopfer die Geltendmachung von Ansprüchen zu ermöglichen. Vorliegend scheitere allerdings die Regressforderung des Unfallopfers daran, dass die Unschuld der Skifahrerin nicht eindeutig war. Insbesondere habe der Unfallhergang nicht zweifelsfrei geklärt werden können. Alle vernommenen Zeugen waren auf den Unfall erst nach der eigentlichen Kollision aufmerksam geworden. Und die Parteivernehmung der Skifahrerin selbst sei für sich allein nicht geeignet, die Unfallschilderung für bare Münze zu nehmen, so die Richter.

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