Österreich
Uni-Professor wird neuer Bawag-Chef

Die österreichische Gewerkschaftsbank Bawag ist bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Generaldirektor Johann Zwettler fündig geworden. Der Universitätsprofessor Ewald Nowotny, ein früherer Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, soll das Institut ab Januar führen.

HB WIEN. Der Alleineigentümer der Bank, der Österreichische Gewerkschaftsbund, hatte es mit der Nachfolgeregelung offensichtlich eilig: Erst am Donnerstag hatte Generaldirektor Johann Zwettler bekannt gegeben, dass er mit Ablauf des Jahres 2005 aus dem Amt scheidet. Am Montag bereits gab ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch bekannt, dass Nowotny, Vizerektor der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), den Posten übernimmt.

Zwettler, dessen Vertrag bis zum Frühjahr 2008 gelaufen wäre, wirft wegen einer unheilvollen Kreditvergabe der Bawag an den US-Broker Refco den Hut. Das Unternehmen hatte insgesamt 425 Millionen Euro erhalten. Wie die österreichische Finanzmarktaufsicht herausfand, fasste die Bawag dafür keinen speziellen Aufsichtsratsbeschluss. Refco ist inzwischen insolvent, der ehemalige Chef und Hauptkreditnehmer bei der Bawag, Phillip Bennett, ist wegen Betrugsverdacht angeklagt. Bennett hatte sich an die Österreicher gewandt, weil er mit ihnen langjährige Geschäftsbeziehungen unterhielt.

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