Österreichs Staatsholding
HP-Manager wird Chef der ÖIAG

Rudolf Kemler soll ab November den Chefposten der österreichischen Staatsholding, zu dem auch Telekom Austria und die Post gehören, übernehmen. Bisher leitete der 56-Jährige die Geschäfte von HP in Österreich.
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WienDie österreichische Staatsholding ÖIAG hat einen neuen Chef gefunden. Anfang November übernehme HP-Manager Rudolf Kemler den Vorstandsposten der Gesellschaft, teilte die Holding am Freitag mit. Die ÖIAG ist Großaktionär wichtiger österreichischer Unternehmen wie der OMV, Telekom Austria oder der Post.

Kemler dürfte damit auch Aufsichtsratschef von OMV und Telekom werden. Diesen Posten hat traditionell der ÖIAG-Chef inne. Zunächst muss der 56-jährige Manager aber in außerordentlichen Hauptversammlungen bei Telekom und OMV von den Aktionären gewählt werden. Kemler leitet seit 2008 die Geschäfte des PC-Herstellers Hewlett-Packard in Österreich. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre lang für Siemens Nixdorf und T-Systems.

Sein Vorgänger bei der ÖIAG, Markus Beyrer, war im Zuge einer Korruptionsaffäre in die Kritik geraten und hatte die Staatsholding nach nur rund einem Jahr an ihrer Spitze wieder verlassen.

Die ÖIAG ist die Beteiligungs- und Privatisierungsagentur Österreichs. Im Einflussbereich der nach dem zweiten Weltkrieg gegründeten Gesellschaft standen viele andere wichtige Unternehmen, die die ÖIAG mittlerweile verkauft hat - etwa Voestalpine, die Siemens -Tochter VA Tech, der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann, Amag und die Lufthansa -Tochter Austrian.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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