Oetker-Nachfolge
„Noch ist alles offen“

Oetker-Tochter Rosely Schweizer sucht einen Nachfolger für Unternehmenschef August Oetker. Zwei Jahre hat sie dafür Zeit.

MURRHARDT. Es traf sie unerwartet, als die Unternehmerin Rosely Schweizer über Nacht zu einer der wirtschaftlich einflussreichsten Frauen in Deutschland aufstieg: Nach dem Tod des Firmenpatriarchen Rudolf-August Oetker im Januar dieses Jahres trug der Beirat der Bielefelder Oetker-Gruppe ihr den Vorsitz an. Rosely Schweizer, älteste Tochter des Patriarchen und in der Öffentlichkeit kaum bekannt, nahm das Angebot an.

Damit hat die 67-Jährige entscheidenden Einfluss auf das weitverzweigte Firmenimperium, das neben dem traditionsreichen Lebensmittelhersteller auch noch eine Privatbank, die Groß-Reederei Hamburg-Süd sowie Radeberger, die größte deutsche Braugruppe, und zahlreiche Luxushotels umfasst. Rund 22 000 Mitarbeiter erwirtschafteten zuletzt einen Jahresumsatz von 7,1 Mrd. Euro.

Eine der wichtigsten Aufgaben in ihrer Amtszeit dürfte es sein, einen Nachfolger für Konzernchef August Oetker zu finden, der in rund zwei Jahren die firmeninterne Altersgrenze an seinem 65. Geburtstag erreichen wird. Die Suche wird wohl nicht ganz einfach werden – viel Fingerspitzengefühl ist gefragt.

„Es ist noch alles offen“, sagt Rosely Schweizer. Ihr Bruder August halte sich aber bereit, die neue Führung, die aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Kreis der Nachkommen aus der dritten Ehe ihres Vaters stammen wird, noch zwei weitere Jahre zu unterstützen. „Das hat er unserem Vater versprochen“, sagt sie.

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