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Hugo Junkers: Flugzeuge für den Frieden

Die alte Tante war von ihm, die Bomber nicht. Warum der Techniker Hugo Junkers dennoch im Schatten des Bombenterrors steht.

Er entzog sich den Nazis. Dennoch wird sein Name bis heute von ihnen überschattet. Denn wenn der Name Junkers fällt, mögen Viele zwar zunächst an das berühmte Passagier- und Transportflugzeug Junkers 52 denken, die „Tante Ju“. Doch beim Namen Junkers denkt man auch an Kampfflugzeuge der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, insbesondere die Ju 87, die als Sturzkampfbomber, kurz Stuka, Angst und Schrecken verbreitete. So geriet der Name Hugo Junkers, der gegen die Einflussnahme des Hitler-Regimes auf sein Unternehmen gekämpft hatte, in einen Schatten, der den Blick auf sein Lebenswerk verdunkelt.

Als Hugo Junkers im Februar 1935 zu Grabe getragen wurde, richteten die Nationalsozialisten, typisch für ihren Zynismus, ihrem Gegner, dem sie sein Unternehmen genommen und den sie bis zu seinem Tode Repressalien ausgesetzt hatten, ein Staatsbegräbnis aus. Denn so konnten sie aus seinem großen Namen Nutzen ziehen. Diesen hatte sich Junkers auf vielen Feldern erworben. Der studierte Techniker hatte ab 1883 als Konstrukteur für verschiedene Maschinenfabriken gearbeitet und wechselte 1888 zur Deutschen Continental-Gasgesellschaft Dessau.

In Dessau gründete Junkers ein Jahr später mit seinem Geschäftspartner Wilhelm von Oechelhäuser eine Versuchswerkstatt für Gasmotoren. Ab 1892 alleiniger Inhaber, entwickelte Junkers Gasmotoren, einen Gasbadeofen und Gasthermen. Im Jahr darauf reiste er in die USA, um technische Studien zu betreiben und Marktchancen zu eruieren.

Zwei Jahre später rief er zur wirtschaftlichen Verwertung seiner Erfindungen die Junkers & Co. GmbH ins Leben. In den nachfolgenden Jahren lehrte Junkers als ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule in Aachen, während er parallel sein Unternehmen leitete. 1905 gründete er in Aachen ein Forschungslabor. Dort entwickelte er Ölmotoren und ließ sich schließlich 1907 einen Doppelkolbenmotor patentieren. Nun wandte sich Junkers dem Flugzeugbau zu. Eine der spektakulärsten Konstruktionen war das Nurflügelflugzeug, das er sich 1910 patentieren ließ: ein Flugzeug ohne Rumpf, das seine Nutzlast im Inneren des Flügels transportierte.

Im Ersten Weltkrieg musste sich Junkers unter dem Druck der Obersten Heeresleitung zwischenzeitlich mit dem niederländischen Flugzeugkonstrukteur Anthony Herman Gerard Fokker zusammenschließen. Nachdem Junkers bereits 1915 ein Ganzmetall-Flugzeug, die J 1, entwickelt hatte, sollte nun ein Ganzmetall-Kampfflugzeug konstruiert werden. Nach dem verlorenen Krieg wollte Junkers nur noch Flugzeuge für die Zivilluftfahrt entwickeln und bauen

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