Ohne Vereinbarung im Vertrag muss Vermieter nicht erneuern
Kein Anspruch auf Ersatz alter Teppichböden

Nach mehr als 20 Jahren Wohndauer kann ein Mieter nicht mehr den Austausch eines insgesamt 40 Jahre alten Teppichbodens von seinem Vermieter verlangen. Darauf macht der Deutsche Mieterbund in seiner Zeitschrift "Mieter Zeitung" aufmerksam und verweist auf ein Urteil des Landgerichts Köln.

Danach hat ein Mieter keinen Anspruch auf Erneuerung eines Bodens, wenn er eine Wohnung mit einem von Anfang an wertlosen Belag anmietet. Daran ändert auch die weitere Abnutzung über den Zeitraum von 20 Jahren hinweg nichts. Die Kölner Richter lehnten die Forderung des Bewohners nach Ersatz deshalb klar ab.

Die Wohnung sei "rechtlich" gar nicht mit Teppichboden vermietet worden, hieß es zur Begründung. Deshalb sei der Vermieter auch nicht verpflichtet, den Belag in ordnungsgemäßem Zustand zu erhalten und nach Abnutzung auszutauschen. Den Mietern hatte es bei Vertragsabschluss freigestanden, den alten Belag zu übernehmen oder eine Vereinbarung zum Austausch oder zur Erneuerung zu treffen. Das war aber nicht geschehen.

Quelle: News Frankfurt

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