Olaf Göttgens ist ab heute Deutschlandchef von BBDO
Berater-Bedarf beim Werbekonzern

Olaf Göttgens ist groß, wohlgenährt und wirkt manchmal geradezu gemütlich. Doch ihn deshalb zu unterschätzen wäre ein Fehler – schließlich führt er ab heute den größten deutschen Werbekonzern: die BBDO.

FRANKFURT. Eigentlich hatte die Branche damit schon im vergangenen Jahr gerechnet, Göttgens galt als heißer Kandidat auf die Nachfolge Rainer Zimmermanns als Chief Executive Officer. Doch weil Göttgens strategischer Berater ist, BBDO aber vor allem die kreative Leistung steigern sollte, hatte Zimmermann sich mit André Kemper und Hubertus von Lobenstein namhafte Verstärkung von außen geholt.

Unter dieses Kapitel zog BBDO vorgestern einen Schlussstrich: Beide verlassen das Unternehmen, was übrigens zu einer Protest-Demonstration von rund 100 BBDO-Mitarbeitern in der Düsseldorfer Zentrale geführt hat. Offiziell begründet der oberste BBDO-Chef Allen Rosenshine seine Personalpolitik mit der neuen europäischen Ausrichtung des Konzerns: Nur wie die aussehen soll – dazu waren gestern in der BBDO-Holding weder Zimmermann noch Göttgens für eine Auskunft zu erreichen.

Mit Göttgens kommt zumindest jemand, der Erfolge im Konzern vorweisen kann: Der 38-Jährige hat seit vier Jahren das Geschäftsfeld strategische Beratung für das Kommunikationsunternehmen erschlossen – mit so viel Erfolg, dass auch andere größere Werbeagenturen in diesem Bereich aufgerüstet haben. Sein oberstes Ziel muss es jetzt sein, wieder für Ruhe zu sorgen: BBDO muss raus aus den Negativ-Schlagzeilen.

Als „tough“ und „sehr zielorientiert“ wird Göttgens von Kollegen beschrieben. Weil er zuhören könne und auf seine Mitmenschen eingehe, traut ihm mancher zu, die vielen Unternehmen und Partneragenturen mit ihren Einzelinteressen im BBDO-Konzern zu vereinen.

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