Olaf Koch: Der neue Metro-Chef setzt eine Duftmarke

Olaf Koch
Der neue Metro-Chef setzt eine Duftmarke

Anfang Januar hat Olaf Koch das Ruder bei Metro übernommen. Es war vom ersten Tag an kein leichter Job. Nun hat der bisherige Finanzvorstand gleich zu Beginn seiner Amtszeit den Kaufhof-Verkauf abgeblasen.
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DüsseldorfAls Eckhard Cordes Anfang November den Raum betrat, um die Quartalszahlen zu präsentieren, klickten die Fotoapparate, zoomten die TV-Kameras. Olaf Koch stand etwas abseits. Zögerte, Platz zu nehmen. Cordes winkte ihn heran. „Nein. Ich will nicht stören“, sagte Koch. Er wollte, dass die Journalisten ihre Bilder vom Metro-Chef kriegen, und zwar allein. Als ahnte er damals schon, dass sein eigener großer Auftritt bald kommen würde.

Schon früh galt der Finanzvorstand der Metro als Kronprinz, aber er wollte seinen Mentor Cordes nicht vom Thron stürzen. Zum 1. Januar wurde Koch, 41, neuer Chef von Deutschlands größtem Handelskonzern. Er ist er der jüngste Manager an der Spitze eines Dax-Konzerns. Gerade mal 17 Jahre brauchte er bis ganz nach oben.

Dabei war lange nicht sicher, ob er bei Metro bleiben würde. Als Cordes im Oktober verkündete, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen, glaubten viele, Kochs Schicksal sei besiegelt. Wenig später wurde sein Vorstandskollege Joël Saveuse, Favorit des Arbeitnehmerlagers, als neuer Metro-Chef gehandelt. Bei Koch hieß es: zu jung, zu wenig Handelserfahrung, zu Cordes-nah.

Dann verzichtete Saveuse, aber lange war unklar, ob Koch eine Mehrheit im Aufsichtsrat bekommen würde. Die Entscheidung fiel knapp aus: Die zehn Arbeitnehmervertreter des 20-köpfigen Gremiums stimmten gegen ihn. Um Koch durchzusetzen, musste der neue Aufsichtsratsvorsitzende Franz Markus Haniel auf sein doppeltes Stimmrecht zurückgreifen.

Und eine Frage schwang bis zuletzt mit: Will er sich den Chefposten bei der Metro überhaupt antun?

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