OLG gibt Kläger Recht: Grundstückseigentümer muss fremde Abwässer nicht dulden

OLG gibt Kläger Recht
Grundstückseigentümer muss fremde Abwässer nicht dulden

Ein Grundstückseigentümer muss nicht ohne weiteres hinnehmen, wenn die Abwasserrohre des Nachbarn über seinen Grund und Boden verlaufen.

HB FRANKFURT. Das geht aus einem in der Zeitschrift "OLG- Report" veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt hervor. Die Grenze der Zumutbarkeit sei überschritten, wenn durch die Abwasserrohre die Nutzung des Grundstücks erheblich beeinträchtigt werde (Az.: 14 U 139/04).

Das Gericht gab der Klage eines Grundstücksbesitzers gegen seinen Nachbarn statt. Um Kosten zu sparen, hatte der Nachbar die Rohre von seinem Haus zum öffentlichen Kanalnetz in einer Tiefe von knapp einem Meter durch das Grundstück des Klägers gelegt. Der Vorbesitzer des Grundstücks war damit einverstanden gewesen. Als der neue Besitzer eine Garage mit einer Fundamenttiefe von 1,20 Metern bauen wollte, verlangte er die Beseitigung der Rohre.

Das OLG sah die Forderung als berechtigt an. Die Richter urteilten, der Kläger müsse die Durchleitung nur so lange hinnehmen wie es ihm zumutbar gewesen sei. Die sei nicht mehr der Fall, wenn er an der Umsetzung von Bauvorhaben gehindert werde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%