Oliver Stock, Finanzressort Handelsblatt
Raufen bis 23 Uhr

Zur Jahresmitte wird es Handelsblatt-Korrespondent Oliver Stock von Zürich nach Frankfurt ziehen. Der 42-jährige übernimmt spätestens zum 1. Juni das Finanzresort von Hermann-Josef Knipper. Der neue Job schafft es dabei sogar, reizvoller als der Finanzplatz Zürich zu sein.

FRANKFURT. Der Chef der Deutschen Bank ist ein Schweizer, der Chef der Deutschen Börse ist ein Schweizer ...“, zählt Oliver Stock, 42, auf und findet, dass es vielleicht nützlich sein könnte, wenn ein Wahlschweizer künftig die Finanzzeitung des Handelsblatts verantwortet. „Oliver Stock gehört zu den allerbesten Schreibern des Handelsblatts und ist ein hervorragender Netzwerker“, sagt Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer. „Ich bin mir sicher, dass er viele journalistische Impulse in die Finanzzeitung bringen wird.“

Spätestens zum 1. Juni 2008 wird Oliver Stock die Leitung des Ressorts in Frankfurt übernehmen und die Nachfolge von Hermann-Josef Knipper antreten, der seit Januar in Düsseldorf als stellvertretender Chefredakteur des Handelsblatts arbeitet.

„Ich bin damals beim Handelsblatt eingestellt worden, um Kästchen vollzuschreiben“, erinnert sich Stock. Der studierte Historiker und Volkswirt kam im Jahr 2000 zum Handelsblatt – nach Stationen bei der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ und als Pressesprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministers. Seine erste Aufgabe: informative Kästen neben den Artikeln zu füllen. Die Kästen sind heute Standard, den Job erledigte Stock nur kurze Zeit, dann kürte die Chefredaktion ihn zum „Mister Tagesthemen“: Er füllte die damals neue Seite zwei täglich mit einem spannenden Thema. Drei Jahre behielt er mit großem Gespür für Themen die Übersicht.

Die Neugier trieb ihn ins Ausland. In den vergangenen vier Jahren lieferte er schöne Geschichten aus Zürich und Wien, von Schweizer Bankern und Uhrenherstellern, aber auch vom österreichischen Blick über den Tellerrand nach Osten. „Es war spannend, den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg des Finanzplatzes Zürich mitzuerleben“, resümiert Stock. „Doch aus der anhaltenden Krise werden alle Finanzplätze beschädigt hervorgehen. Das könnte noch spannender werden.“ Was reizt ihn am neuen Job? „Im Handelsblatt haben wir die Fraktion guter Autoren und die Fraktion guter Experten, die Herausforderung besteht darin, dass sich beide Gruppen bis 23 Uhr zusammenraufen, um eine gute Zeitung zu machen. Dafür will ich sorgen.“

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