Online-Geschäftsberichte
Wer ist der Schönste im ganzen Netz?

Print und Online - alle großen börsennotierten Unternehmen veröffentlichen ihre Geschäftsberichte auch im Internet. Das ist inzwischen Standard, doch in der Qualität der Online-Versionen gibt es große Unterschiede. Welche Unternehmen bei ihren Online-Auftritten professionell abschneiden und bei welchen noch Verbesserungsbedarf besteht.

DÜSSELDORF. Die Qualität schwankt zwischen einer umfassenden, dennoch einfachen und benutzerfreundlichen Aufbereitung auf der einen und einer unlesbaren und überfrachteten Version auf der anderen Seite. Und diese Unterschiede nahmen im Vergleich zum Vorjahr keineswegs ab.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Online-Geschäftsberichte der 30 Dax- und 50 MDax Konzerne durch die Unternehmensberatung Kirchhoff Consult. Die noch unveröffentlichte Studie liegt dem Handelsblatt vor.

Klarer Sieger mit 86,9 von 100 Prozent ist Linde. Der Gasehersteller überzeugt nach Meinung von Kirchhoff am besten in den vier Hauptkategorien Konzept, Design, Service und Technik. Weit vorne rangieren mit Bayer, BASF und RWE ebenfalls klassische Industriekonzerne. Die Branchenzugehörigkeit lässt keine Rückschlüsse auf den Internetauftritt zu.

Doch ein wesentlicher Trend ist sichtbar: In der ersten Reihe, bei den Dax-Konzernen, ist der Anteil mit einem professionellen Online-Geschäftsbericht deutlich größer als in der zweiten Reihe. Grund dafür ist, dass viele große Unternehmen die Gestaltung ihres Internet-Jahresabschlussberichts auslagern.

"Der gedruckte Geschäftsbericht bleibt die Visitenkarte des Unternehmens. Doch die von vielen Analysten und Investoren bevorzugte Online-Version muss wesentlich mehr Service bieten", sagt ein Linde-Unternehmenssprecher. Der Gasespezialist setzt dabei wie viele andere Konzerne auf den österreichischen Dienstleister Nexxar - nach eigenen Angaben Marktführer für hochwertige HTML-Finanzberichte.

"Besonders unter den mittelgroßen Unternehmen bevorzugen diesmal mehr Firmen als im letzten Jahr die preiswertere Variante", kritisiert Mareike Gödemann, die gemeinsam mit Carina Weber die Studie verantwortet. Nur 16 der 50 MDax-Firmen - vier weniger als 2008 - veröffentlichen einen vollwertigen Online-Geschäftsbericht. Bei den Dax-Konzernen müssen sich nur noch Henkel - und Fresenius-Anleger mit der sparsamen PDF-Version zufrieden geben. Sie bietet keine zusätzlichen Funktionen wie etwa den Einsatz von Suchmaschinen.

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