Opel-Chef
Stracke steigt bei General Motors auf

Nick Reilly hat für General Motors in höchster Not die Kohlen aus dem Feuer geholt, jetzt muss der Europa-Präsident des amerikanischen Autobauers gehen. Sein Nachfolger wird Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke.
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Detroit/RüsselsheimDer Chef des Autobauers Opel, Karl-Friedrich Stracke, steigt beim Mutterkonzern General Motors (GM) zum Europa-Präsidenten auf. Ab Januar 2012 werde Stracke die Nachfolge des aktuellen Europa-Chefs, Nick Reilly, übernehmen, teilte GM am Montag mit. Der 55 Jahre alte Stracke bleibt zudem Vorsitzender der Geschäftsführung bei Opel-Vauxhall und tritt mit sofortiger Wirkung dem operativen GM-Leitungsgremium bei. Stracke hatte erst im März dieses Jahres die Leitung bei den Rüsselsheimern übernommen.

Reilly verlässt das Unternehmen vorzeitig. Bereits zum Jahreswechsel soll er sein Amt als GM-Europa-Präsident an seinen Nachfolger Karl-Friedrich Stracke übergeben. Der 61 Jahre alte Waliser war auf dem Höhepunkt der Opel-Krise im Januar 2010 Opel-Chef geworden und hatte einen harten Sanierungskurs durchgesetzt, nachdem GM sich entschieden hatte, das deutsch-britische Unternehmen weiter in eigener Regie zu führen. Zuvor hatte Reilly die koreanische GM-Tochter Daewoo geleitet. Als Opel-Chef wurde Reilly in diesem Frühjahr von Stracke abgelöst und hatte dann den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen. Dieses Amt behalte er vorläufig, ergänzte ein Opel-Sprecher.

GM-Chef Dan Akerson würdigte die Verdienste des Briten: „Nach seiner Rückkehr nach Europa gestaltete er dort erfolgreich den Turnaround in einer der turbulentesten Phasen der Unternehmensgeschichte“, hieß es in einer Mitteilung. Für das zweite Quartal hatte Opel erstmals seit langen Jahren wieder einen operativen Gewinn vermeldet.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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