Otto Kentzler
Handwerkspräsident steht vor dritter Amtsperiode

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) wird voraussichtlich wiedergewählt werden - denn Gegenkandidaten gibt es keine. Damit stünde der studierte Handwerker vor seiner dritten Amtszeit.
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BERLIN. Wenn führende Köpfe der Finanzbranche darüber klagen, ihre zweistelligen Renditen seien gefährdet, platzt Otto Kentzler der Kragen. Deutlich gibt der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Bankmanagern zu verstehen, dass sie aus seiner Sicht in einer Traumwelt leben. Am liebsten tut er das, wenn Spitzenpolitiker dabei sind, etwa die Kanzlerin.

Kentzler, dem Beobachter "sehr authentisches Auftreten" attestieren, gefällt sich als Mann mit Kontur und Bodenhaftung. Aller Voraussicht nach wird er am Donnerstag beim Deutschen Handwerkstag in Bayreuth erneut zum Präsidenten des ZDH gewählt. Gegenkandidaten gibt es nicht. Der 69-Jährige steht damit vor der dritten Amtszeit.

Der Dortmunder ist Handwerker durch und durch, genauer gesagt: Handwerker mit Hochschulabschluss. Nach einer Berufsausbildung zum Klempner schloss er ein Maschinenbau-Studium ab. Der Diplom-Ingenieur leitet in vierter Generation einen 1872 gegründeten Klempnerei- und Sanitär-Handwerksbetrieb mit 50 Mitarbeitern.

Kentzler kritisiert die Berliner Politik für ihren "eingeengten Blick", der zu sehr auf die großen Player fixiert sei: "Das Handwerk tickt anders. Das klarzumachen ist meine Aufgabe", sagt Kentzler. Doch Schritt für Schritt finden auch die Interessen der kleineren Firmen Berücksichtigung. Mit dem Forderungssicherungsgesetz, der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen und leichteren Zugangsmöglichkeiten vom Betrieb in die Hochschulen kann Kentzler auf konkrete Erfolge verweisen.

Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent

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