Patrizio Di Marco
Stühlerücken bei Gucci

Patrizio Di Marco wechselt an die Spitze der Luxusmarke – Mark Lee tritt überraschend ab

MAILAND. Die Gucci-Gruppe, die zur französischen PPR-Holding gehört, tauscht den Chef ihrer Hauptmarke Gucci aus. Mark Lee, 45, seit 2004 Vorstandsvorsitzender von Gucci, wird seinen Vertrag nicht verlängern, der am 31. Dezember endet. Seinen Posten übernimmt im Januar Patrizio Di Marco, der bisher die Tochtergesellschaft Bottega Veneta leitet.

Über die Gründe für den Rückzug wird noch spekuliert, zumal die Ankündigung nur eine Woche vor den Modeschauen in Mailand kommt. Offiziell tritt Lee aus persönlichen Gründen ab, weil er mehr Zeit in New York verbringen will, wo seine Familie lebt. Angeblich will er dort eine eigene Beratungsfirma für den Luxussektor gründen.

Insider spekulieren aber, der Abgang von Lee sei nicht ganz freiwillig. Bereits im April sollen Manager der PPR-Spitze Druck ausgeübt haben, weil der Umsatz der Hauptmarke Gucci im ersten Quartal sank und die gesamte Gruppe schlechter abschnitt als der französische Konkurrent Louis Vuitton.

Ganz anders Bottega Veneta. Di Marco hat dafür gesorgt, dass der Lederwarenspezialist mit starken Wachstumszahlen glänzt. Unter seiner Führung kehrte er in die schwarzen Zahlen zurück und verzehnfachte den Umsatz in nur sechs Jahren auf 366 Millionen Euro. Bottega Veneta und Gucci sind zwei von acht Luxusmarken der Gucci-Gruppe, zu der auch Yves Saint Laurent und Stella McCartney gehören. Im letzten Halbjahr war Bottega Veneta, deren Taschen bis zu mehreren Tausend Euro kosten, der stärkste Wachstumsbringer, vor allem wegen des Asiengeschäfts.

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