Paul Polmann
Trostpflaster Amerika

Paul Polmann wollte eigentlich die Nummer ein bei Nestlé werden. Nun gibt er sich mit dem Posten des Amerika-Chefs zufrieden – erst einmal. Er kann noch später an die Konzernspitze aufrücken. Seinen Posten als Finanzchef übernimmt James Singh.

DÜSSELDORF. Eines macht er gleich klar. „Ich bleibe im Unternehmen.“ Obwohl Paul Polman gerade eine große Niederlage einstecken muss. Nicht er, der große Favorit, wird Chef des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns Nestlé, sondern sein Konkurrent Paul Bulcke.

Polman bleibt nach der Schlappe im September tatsächlich im Unternehmen. Aber er erhält einen neuen Job. Gestern gab Noch-Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe bekannt, dass Polman die Verantwortung für das wichtige Amerika-Geschäft übernimmt – ein Trostpflaster für den Ex-Favoriten.

Als vor wenigen Wochen am Konzernsitz im schweizerischen Vevey die Entscheidung für Paul Bulcke als neuen Konzernchef fiel, herrschte große Überraschung. Die Börse reagierte erst einmal enttäuscht und schickte den Aktienkurs für kurze Zeit nach unten. Denn Paul Bulcke, der sich bis zur Bestätigung durch die Hauptversammlung im nächsten April noch um das Amerika-Geschäft kümmert, gilt zwar als exzellenter Regionalchef, aber auch als wenig charismatisch.

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