Personalführung
Nicht beteiligt, nur betroffen

Wenn Firmen aus Nordamerika eine globale Unternehmenskultur installieren wollen, akzeptieren deutsche oder französische Töchter häufig weder das Vorgehen noch die Inhalte. Das Scheitern ist programmiert.

DÜSSELDORF. Eine einheitliche globale Unternehmenskultur wird von vielen Global Playern als adäquate Lösung angesehen, um Organisationsstrukturen sowie Managementprozesse zu harmonisieren, Kosten zu reduzieren - und um landesspezifische Eigenarten der Tochtergesellschaften zu neutralisieren.

Als Maßnahmen zur Einführung einer globalen Unternehmenskultur dienen zum einen Verhaltensregeln durch einen Verhaltenskodex zum anderen die Unternehmenswerte. Dieser internationale Transfer gestaltet sich jedoch häufig problematisch oder scheitert: Kulturelle Besonderheiten wie spezifische Verhaltensweisen der Mitarbeiter der Tochtergesellschaften, die von den Vorgaben der Muttergesellschaft abweichen, sind ein Grund hierfür.

Experten unterscheiden generell drei Prozesse des internationalen Kulturtransfers: Selektionsprozesse, Vermittlungsprozesse und Rezeptionsprozesse. Für die Entwicklung einer globalen Unternehmenskultur ist insbesondere der Rezeptionsprozess interessant, der auf unterschiedliche Art verläuft und zu unterschiedlichen Reaktionen der jeweiligen Tochtergesellschaften führt.

Es lassen sich drei Reaktionsmuster und Möglichkeiten der Transferrezeption unterscheiden. Die drei Muster sind nicht starr, sondern können Entwicklungsstadien darstellen, die vom Personalmanagement begleitet und verändert werden können:

  • Widerstand: Die Mitarbeiter wehren sich gegenüber unternehmenskulturellen Elementen und setzen diese nicht um.
  • Anpassung: Die Mitarbeiter übernehmen und integrieren unternehmenskulturelle Elemente im Anschluss an inhaltliche oder sprachliche Modifikationen, die dem landeskulturellen Kontext Rechnung tragen.
  • Integration: Die Mitarbeiter übernehmen und integrieren ohne Infragestellung oder Konflikte unternehmenskulturelle Elemente, wie Praktiken und Werte.
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