Personalie
Andrea Moneta: Ein Italiener in Wien

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) bekommt erstmals einen italienischen Vorstand. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen in Wien und München erfuhr, wird der gebürtige Neapolitaner Andrea Moneta in der heutigen Sitzung des BA-CA-Aufsichtsrats zum Chef der Osteuropageschäfts der österreichischen Bank bestellt.

MÜNCHEN / MAILAND. Damit führt er den Großteil des Osteuropageschäfts des gesamten Konzerns; Polen ist direkt Unicredit unterstellt. Bislang leitete Moneta innerhalb des BA-CA-Mutterkonzerns Unicredit das Integrationsteam, das die Fusion von HVB, BA-CA und Uncredit managt und direkt Konzern-Chef Alessandro Profumo unterstellt ist. Die BA-CA gab keinen Kommentar dazu ab.

Mit Moneta gewinnt die Übernahme der Bankengruppe durch Unicredit auch personell Gestalt. Bislang waren die Wiener personell ungeschoren durch die Fusion gegangen. Nun übernimmt mit Moneta ein Italiener und Profumo-Vertrauter ein Schlüsselressort in Wien. Der Bereich CEE ist der wachstumsstärkste der Wiener Bank, er war jüngst im Rahmen der Fusion weiter gestärkt worden. Bisher wird der Vorstandsbereich von Regina Prehofer geleitet, die künftig die neue Position einer Österreich-Chefin der Bank bekleiden soll. Außerdem ist im Gespräch, sie zur stellvertretenden Vorstandschefin zu ernennen.

Für seine Aufgabe in Wien wird Moneta Ende des Monats aus der Führung des Integrationsteams ausscheiden. Sein bisheriger Stellvertreter Franz Herrlein, der auch im Executive Committee der Unicredit sitzt, soll das Integrationsteam dann alleine führen. Offiziell muss das der Unicredit-Aufsichtsrat kommende Woche absegnen.

Herrlein, 39, der 1995 bei der Vereinsbank in München startete und dann zu Boston Consulting wechselte, hat für die Unternehmensberatung später auch in Mailand gearbeitet. 2002 kehrte er zur HVB zurück, 2005 wurde er als Integrations-Co-Chef auch in den Unicredit-Vorstand berufen.

Der 40-jährige Moneta hatte unter anderem bei Andersen Consulting und der Europäischen Zentralbank gearbeitet, bevor er im November 2000 zu Unicredit stieß. Im Juli 2004 wurde er für die Osteuropatöchter von Unicredit verantwortlich. Auch im Integrationsteam hat sich Moneta ums Osteuropageschäft gekümmert. So hat er den Kompromiss mit der polnischen Regierung mitverhandelt: Unicredit muss 200 Filialen verkaufen, darf aber im Gegenzug die beiden polnischen Töchter von HVB und Unicredit fusionieren.

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