Personalpolitik beim DIW wirft Fragen auf
Ökonomen bedauern Entlassung von DIW-Konjunkturchef Horn

Nach inhaltlichen Auseinandersetzungen wird sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW zum Jahresende von seinem Konjunkturchef Horn trennen. Grund für die Entlassung sollen nicht abgestimmte Medienauftritte gewesen sein, in denen der Ökonom Positionen eingenommen hatte, die im Widerspruch zu denen Zimmermanns standen.

HB DÜSSELDORF. Die Ankündigung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sich von seinem Konjunkturchef Gustav Adolf Horn zu trennen, ist bei führenden deutschen Ökonomen auf Unverständnis gestoßen. Der Vorsitzende des deutschen Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Wiegard, sagte, er sei von der Entscheidung "überrascht". "Horn hat seine Aufgabe beim DIW gut gemacht - auch wenn ich mit ihm in vielen Punkten inhaltlich nicht übereinstimme", sagte Wiegard dem Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Auch der Wirtschaftsweise Bert Rürup bedauerte die baldige Entlassung: "In Deutschland gibt es - anders als im Ausland - nur noch wenige engagierte und eloquente Vertreter keynesianischer Positionen." Er würde es bedauern, "wenn zukünftig in keinem Forschungsinstitut mehr eine nachfrageorientierte Position vertreten würde", sagte Rürup dem Handelsblatt.

Seite 1:

Ökonomen bedauern Entlassung von DIW-Konjunkturchef Horn

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%