Personalrecruiting
Unternehmen lassen lieber suchen

Auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften greifen immer mehr Unternehmen auf die Dienste von Headhuntern zurück. Diese müssen immer häufiger auch im Ausland aktiv werden - häufig auf Wunsch des Kunden.
  • 4

DüsseldorfFür Headhunter Klaus Hansen sind die Arbeitstage wieder extrem lang. Bis spät abends telefoniert er mit Kandidaten, die Firmen im Aufschwung händeringend suchen. „Unser Geschäft brummt“, sagt er. Die Überstunden nimmt der Deutschlandchef der Personalberatung Odgers Berndtson gern in Kauf. Denn die Erinnerung an die Krise, als seine Berater und viele Branchenkollegen zu Kurzarbeit gezwungen waren, ist noch frisch.

Der Honorarumsatz von Odgers Berndtson in Deutschland ist 2010 wieder um mehr als 30 Prozent gestiegen. Genaue Zahlen will Hansen – wie die meisten seiner verschwiegenen Zunft – nicht verraten. Nur so viel: „Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. 2011 wird noch einmal deutlich besser.“

Es ist nicht allein der Aufschwung, der den Personalberatern ein wachsendes Geschäft beschert. Außerdem benötigen viele Unternehmen dringend hochqualifizierte Kandidaten, vor allem solche mit breitem und internationalem Profil. Das können Personalabteilungen – selbst in Zeiten von Karrierenetzwerken im Internet – kaum selbst leisten.

„Deutsche Mittelständler gerade in der Provinz haben große Probleme, Spezialisten oder international erfahrene Führungskräfte zu finden“, beobachtet Goran Baric, Geschäftsführer Süddeutschland der Personalberatung Michael Page International. „Früher haben viele Firmen selbst Kandidaten gesucht, jetzt wenden sie sich verzweifelt an Headhunter.“

Tatsache ist: Immer weniger Unternehmen finden in komplexeren und wachsenden Märkten genug Führungsnachwuchs in den eigenen Reihen. Viele Kunden wollen außerdem interne Kandidaten mit externen vergleichen. Auch Managementdiagnostik und Coaching sind gefragt.

Seite 1:

Unternehmen lassen lieber suchen

Seite 2:

Seite 3:

Kommentare zu " Personalrecruiting: Unternehmen lassen lieber suchen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Es ist einfach bequemmer einen Headhunter zu beauftragen und wenn es in der Probezeit nicht klappt war eben der Headhunter schuld. Ein weiterer Grund ist sicher auch, dass in sehr, sehr vielen Personalabteilungen, entweder Personen sitzen die dahin abkommandiert worden sind oder blutige Anfänger von der Uni ohne jegliche Berufserfahrung und Menschenkenntniss. Viel besser sind die Personalberater auch nicht, sie können durch entsprechende Schulungen nur besser reden bzw. verkaufen.

  • sie kaufen immer lieber noch mehr Pfeifen ein, weil der Controller das freigegeben hat statt sich um Kompetenzmanagement zu kümmern.
    So macht man Kompetenz noch teurer.
    No Probs with it.

  • Unternehmen lassen suchen? Sind sie unfähig geworden? Jetzt verstehe ich. Es dürfen nur noch unfähige und billigste Leute eingestellt werden. Ist dies der Auftrag an die Personalsucher?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%