Personalsuche abgeschlossen
Neue Mitglieder für Börsen-Aufsichtsrat gefunden

Die Suche nach neuen Mitgliedern für den Aufsichtsrat der Deutschen Börse ist offenbar abgeschlossen. Die Namen für die vier freien Plätze stünden acht Wochen nach dem Sturz der Börsenführung durch kritische Großaktionäre fest, heißt es.

HB FRANKFURT. Als einfache Mitglieder des Kontrollgremiums nominiert wurden der frühere Aufsichtsratschef der HypoVereinsbank (HVB), Kurt Viermetz, der CDU- Finanzexperte Friedrich Merz, der ehemalige WestLB-Vorstand Gerhard Roggemann und der frühere Goldman-Sachs-Investmentbanker Richard Hayden. Ein entsprechender Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag) wurde dpa am Montag aus dem Umfeld des scheidenden Aufsichtsratschefs Rolf Breuer bestätigt.

Bestätigt wurde auch, dass der 66-jährige Viermetz - wie in den vergangenen Wochen spekuliert - Nachfolger von Breuer werden soll. Der Ex-Investmentbanker Viermetz ist seit September 2003 oberster Kontrolleur der von der HVB abgespaltenen Hypo Real Estate. Breuer will sein Amt spätestens Ende 2005 aufgeben. Es bestehe kein Anlass zur Eile, Breuer werde die Geschäfte geordnet übergeben, hieß es in Frankfurt.

Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung sei nicht geplant, die nächste reguläre Sitzung ist für Mitte September vorgesehen. In den nächsten Tage werden die Aufsichtsräte des DAX-Unternehmens schriftlich um Zustimmung zu den vier Neulingen gebeten. Danach können die Nachrücker vom Amtsgericht bestellt werden.

Den personellen Neuanfang hatten kritische Großaktionäre um den britischen Hedge-Fonds TCI erzwungen, nachdem sie zuvor die geplante Übernahme der Londoner Börse (London Stock Exchange/LSE) verhindert hatten. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Werner Seifert, war daraufhin am 9. Mai zurückgetreten. In Folge des Dauerstreits mit TCI hatten zudem vier der 21 Aufsichtsräte ihre Ämter niedergelegt. Der CDU-Politiker und Anwalt Friedrich Merz ist Rechtsberater von TCI- Chef Christopher Hohn.

Die Nachfolge von Börsenchef Seifert ist dagegen weiterhin offen. Am Wochenende waren HVB-Vorstand Stefan Jentzsch und erneut der Präsident der Schweizer Börse SWX, Reto Francioni, ins Gespräch gebracht worden. „Das ist daneben“, hieß es aus Börsenkreisen.

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