Personalvermittler
Widerstand gegen neuen Adecco-Chef wächst

Großaktionäre opponieren weiter gegen den neuen Adecco-Chef: Nach Harris Associates wettert auch Artisan Partners gegen Alain Dehaze als Neubesetzung des Chefpostens. Das Unternehmen will am Entscheid festhalten.
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ZürichDer Widerstand gegen die Neubesetzung des Chefpostens beim Personalvermittler Adecco wächst. Mit Artisan Partners kritisiert nach Harris Associates ein weiterer Großaktionär, dass Länderchef Alain Dehaze und nicht Dominik de Daniel im Sommer Chef des Schweizer Unternehmens werden soll. Adecco will aber an seinem Entscheid festhalten, wie ein Sprecher erklärte.

„Als wir erfuhren, dass Dominik De Daniel nicht zum CEO befördert worden ist, waren wir absolut schockiert“, sagte Artisan-Fondsmanager Daniel O'Keefe in einem am Dienstag online verfügbaren Interview der Zeitung „Finanz und Wirtschaft“. Der US-Vermögensverwalter Artisan Partners gehört Angaben von Thomson Reuters zufolge mit einem Anteil von 3,9 Prozent zu den fünf größten Aktionären von Adecco.

Vergangene Woche hatte Adecco über den Rücktritt von Konzernchef Patrick De Maeseneire per Ende August informiert. Zum Nachfolger wurde Alain Dehaze ernannt, der bislang für den Markt Frankreich verantwortlich war. De Daniel verlässt das Unternehmen Ende Juli. Die Aktie geriet darauf an der Börse stark unter Druck.

Artisan verlangt von Adecco-Präsident Rolf Dörig, den Personalentscheid zu revidieren und de Daniel zum CEO zu ernennen. „Es ist wichtiger, dass De Daniel der neue CEO wird, als dass Dörig Präsident bleibt“, sagt O'Keefe. Artisan führe derzeit Gespräche mit weiteren Großaktionären, um Unterstützung für die Forderung zu gewinnen.

Vergangene Woche hatte Harris Associates den Wechsel als „monumentalen Fehler“ bezeichnet und erklärt, dass der Präsident nicht wiedergewählt werden sollte. Das US-Fondshaus hält eigenen Angaben zufolge 3,3 Prozent an Adecco.

Adecco nehme die Reaktionen von Aktionären ernst, erklärte ein Sprecher. „Die Wahl von Herrn Dehaze ist vom Adecco-Management und in weiten Aktionärskreisen sehr positiv aufgenommen worden“, sagte er weiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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