Peter Gerard
Ein Mann für heiße Stühle

Enttäuschte Anleger, schwacher Gewinn: Nun rückt Peter Gérard an die Spitze des Softwarehauses IDS Scheer und rechnet mit seinem Vorgänger ab.

FRANKFURT. Viele haben es geahnt. Wer Thomas Volk in den letzten Wochen beobachtete, spürte bereits, dass er sich in seiner Rolle als Vorstandschef des Saarbrücker Software-Unternehmens IDS Scheer nicht mehr wohlfühlte. Müde wirkte er, ausgebrannt. „Wir hatten das Gefühl, dass es nicht der Chief Executive Officer war, der hier die operativen Fäden in der Hand hält“, beschreibt eine Führungskraft die Situation.

Gestern dann die Nachricht: Volk geht. Ab sofort führt Peter Gérard die Geschäfte des mit einem Jahresumsatz von knapp 400 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von fast 37 Millionen Euro drittgrößten deutschen Software-Unternehmens hinter SAP und der Software AG.

Bereits am vergangenen Freitag tagte der Aufsichtsrat und zurrte die Personalie fest. Gestern wurde sie publik. „Die primäre Aufgabe von Herrn Gérard ist es, die Profitabilität des Unternehmens wieder in den zweistelligen Margenbereich zurückzuführen“, gibt August-Wilhelm Scheer die Richtung vor. Der Gründer, Aufsichtsratschef und mit 41 Prozent Großaktionär deutet an, woran es bislang hakte.

Auch der neue Vorstandschef findet deutliche Worte: „Wir wollen spätestens 2009 wieder eine zweistellige Marge erreichen. Das sollte nicht schwer sein. Man hätte das auch schon in diesem Jahr schaffen können“, sagt der 61-Jährige und beeilt sich zu ergänzen: „Das ist aber keine Kritik an Personen.“ Eine nüchterne, aber beinharte Analyse, „typisch für Gérard“, wie einer seiner Wegbegleiter sagt: „Er ist sehr direkt und nennt das Kind immer gerne beim Namen.“

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