Peter Körfer-Schün wechselt in den Aufsichtsrat
Mister Grohe tritt ab

Für viele ist er schlicht „Mister Grohe“. Peter Körfer-Schün verkörpert den Aufstieg des mittelständischen Badarmaturenherstellers Grohe. Der 59-Jährige hat seinen Abschied für Ende August angekündigt.

DÜSSELDORF. Peter Körfer-Schün verkörpert den Aufstieg des mittelständischen Badarmaturenherstellers Grohe aus dem sauerländischen Hemer bei Iserlohn zum ersten Komplettanbieter sanitärtechnischer Systeme. In den 13 Jahren seiner Arbeit im Vorstand hatte der Marketingexperte einen großen Anteil daran, Grohe als Weltmarke zu etablieren. Doch nun soll Schluss sein. Der 59-jährige Grohe-Chef hat seinen Abschied für Ende August angekündigt.

Der Zusammenhang mit dem kürzlichen Eigentümerwechsel liegt nahe. Ende Mai hatte BC Partners das Unternehmen an ein Konsortium aus den Beteiligungsgesellschaften Texas Pacific Group und Credit Suisse First Boston Private Equity verkauft, angeblich für 1,8 Milliarden Euro. Ein zuvor geplanter Börsengang war nicht zu Stande gekommen.

Offensichtlich haben die neuen Eigentümer andere Pläne als der langjährige Grohe-Chef. Seine persönliche Lebensplanung sei mit der Strategie der neuen Eigentümer „nicht vereinbar“, lässt Körfer-Schün durchblicken. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, einen jüngeren Verantwortlichen zu berufen.

Wer dies sein wird, wollen die neuen Besitzer erst im Juli verraten, wenn der Verkauf auch juristisch abgeschlossen sein wird. Sie bestätigen aber, dass Körfer-Schün in den Aufsichtsrat wechseln wird. Denn seine Verdienste werden auch in den USA anerkannt. Der gebürtige Kieler habe Grohe zu einem Global Player gemacht, heißt es anerkennend. Der studierte Betriebswirt kam nach Stationen bei Knorr und Melitta 1991 zu Grohe und machte aus dem eher technikorientierten Mittelständler einen Komplettanbieter und eine starke Marke. Er sicherte die weltweiten Markenrechte, rundete das Angebot ab und machte Grohe zur Nummer drei im Weltmarkt für Badarmaturen.

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