Peter Michaelis
Österreichs großer Strippenzieher

Der Verkauf von Austrian Airlines holt ÖIAG-Chef Peter Michaelis ein – der Druck wächst

WIEN. Wer den Drahtseilakt zwischen Politik und Wirtschaft versuchen will, hat es nicht immer ganz leicht. Bei Peter Michaelis ist das eigentlich immer ganz gut ausgegangen. Bisher. Denn jetzt ist der 62-jährige Manager ziemlich unter Druck geraten. In seiner Heimat Österreich gehört Michaelis zu den bestbezahlten und bestens bekannten Managern – obwohl er doch meistens im Hintergrund und im stillen Kämmerlein agiert.

Peter Michaelis ist der Chef der ÖIAG, der österreichischen Staatsholding, in der die Regierung in Wien ihre wichtigsten Unternehmensbeteiligungen verwalten lässt. Das Portfolio von Michaelis kann sich wahrlich sehen lassen, es entspricht einer Topliste der österreichischen Unternehmen: 31 Prozent am Öl- und Gaskonzern OMV, 27 Prozent an der Telekom Austria, 51 Prozent an der österreichischen Post und 42 Prozent an der Fluggesellschaft Austrian Airlines. Zuletzt hatten alle Beteiligungen an der Börse immerhin einen Wert von fünf Milliarden Euro. Peter Michaelis ist bei Österreichs „Blue Chips“ immer dabei, er vertritt die staatliche ÖIAG in den Aufsichtsräten.

Bis zum Sommer hatte der studierte Jurist, der in der Nähe von Linz in Oberösterreich geboren ist, einen vergleichsweise ruhigen Posten. Er musste zwar ab und an für die Wiener Regierung das eine oder andere Aktienpaket der Beteiligungsunternehmen verkaufen, aber selten gab es größeren Streit. Wäre da nicht Austrian Airlines (AUA) ins Rutschen gekommen.

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