Pflege von Angehörigen
Steuervorteil nur bei abgetrennter Wohnung

Pflegebedürftigkeit rechtfertigt keine Ausnahme von geltenden Steuerregeln. Das musste ein Ehepaar vor Gericht erfahren.

Das Ehepaar nahm den pflegebedürftigen Vater des Mannes bei sich auf, ließ ihn aber Miete zahlen. Als die beiden ihre Ausgaben, etwa für den pflegegerechten Umbau seines Zimmers, von den Mieteinkünften abziehen wollten, lehnte das Finanzamt ab: Das Mietverhältnis könne steuerlich nicht anerkannt werden, weil der Vater im selben Haushalt und nicht in einer "abgetrennten Wohnung" lebe.

Das Paar widersprach: Bei pflegebedürftigen Mietern könne diese Anforderung nicht erfüllt werden, da sie jederzeit gut erreichbar sein müssten. Deshalb müsse der Steuervorteil in diesem Fall trotzdem gewährt werden, sonst sei das eine verfassungswidrige Benachteiligung von Behinderten. Nein, sagte der Bundesfinanzhof und stellte klar: Für alle Vermieter gelten dieselben Steuerregeln - auch wenn ihre Mieter pflegebedürftig sind (IX B 50/07).

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