Pharmakonzern Novartis bekommt Anfang 2018 neuen Chef

Zum 1. Februar wird Vasant Narasimhan neuer Chef beim Schweizer Pharmakonzern Novartis. Derzeit leitet er noch die Medikamentenentwicklung. Joseph Jimenez, inzwischen seit acht Jahren an der Spitze, verlässt den Konzern.
Update: 04.09.2017 - 09:09 Uhr 1 Kommentar
Der bisherige Chef, Joseph Jimenez, verlässt den Konzern offenbar aus eigenem Wunsch. Quelle: Reuters
Joseph Jimenez

Der bisherige Chef, Joseph Jimenez, verlässt den Konzern offenbar aus eigenem Wunsch.

(Foto: Reuters)

ZürichDer Schweizer Pharmariese Novartis bekommt Anfang 2018 einen neuen Chef. Joseph Jimenez verlasse Novartis nach acht Jahren an der Spitze auf eigenen Wunsch, teilte das Unternehmen am Montag mit. Sein Nachfolger wird am 1. Februar 2018 Vasant Narasimhan, der momentan die Medikamentenentwicklung leitet. Novartis vollzieht damit auch einen Generationenwechsel an der Spitze ein. Der 41-jährige Amerikaner Narasimhan arbeitet seit 2005 für die Schweizer.

Jimenez, 57 Jahre und ebenfalls Amerikaner, kam 2007 zu dem Basler Konzern und leitete zunächst den Geschäftsbereich Consumer Health, bevor er 2010 überraschend zum Konzernchef ernannt wurde. Ab 2014 baute er Novartis gemeinsam mit Präsident Jörg Reinhard mit milliardenschweren Zu- und Verkäufen um und richtete es auf das Pharma-, Generika- und Augenheilgeschäft aus.

Die beiden Manager rückten damit vom Erbe des langjährigen Unternehmenslenkers Daniel Vasella ab, der Novartis als breit aufgestelltes Gesundheitsunternehmen positioniert hatte. Doch Baustellen blieben: Die einst für mehr als 50 Milliarden Dollar von Nestlé gekaufte Augenheil-Sparte Alcon kämpft mit Ertragsproblemen und wurde zur Disposition gestellt.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Aber auch in den anderen Konzernsparten lief es im vergangenen Jahr nicht rund. So schmälerten Kosten für die Markteinführung des mit Startschwierigkeiten kämpfenden Herzmedikaments Entresto und Umsatzeinbußen beim wichtigen Blutkrebsmittel Glivec das Ergebnis.

Jimenez nannte persönliche und berufliche Gründe für seinen Rücktritt. „Unsere starke Pipeline und die strategischen Schritte, die wir unternommen haben, um das Unternehmen zu fokussieren, haben Novartis den Weg in eine erfolgreiche Zukunft geebnet“, erklärte der Manager. „Auf persönlicher Ebene freut sich meine Familie nach zehn wunderbaren Jahren in der Schweiz darauf, wieder ins Silicon Valley und die USA zurückzukehren.“

Die Novartis-Aktien reagierten vorbörslich kaum auf den Chefwechsel. Sie wurden um 0,4 Prozent tiefer indiziert.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Pharmakonzern: Novartis bekommt Anfang 2018 neuen Chef"

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  • PHARMAKONZERN
    Novartis bekommt Anfang 2018 neuen Chef
    Datum:
    04.09.2017 08:02 UhrUpdate: 04.09.2017, 09:09 Uhr

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    SAGE MIR NICHT WIE DER NEUER CHEF HEISST, sondern was der Neuer CHEF erkannt hat dass man endlich beginnen muss !!!

    DIE WELT STEHT VOR ENORMEN BEDARF AN MEDIKAMENTEN DIE DURCH AKTUELLE KRIEGE FÜR DIE ZUKUNFT VERURSACHT WERDEN !!!

    DOCH SCHEINBAR HAT NOCH NIEMANDEN DIESEN BEDARF ERKANNT ODER EXPERIMENTIERT NOCH IN GEHEIME LABORATOREN !!!

    ===>>> CHEMIE UND PHARMA AKTIEN HABEN IN DER WELT ZUKUNFT !!!

    UM ZUKUNFT ZU HABEN MUSS MAN ABER ERKENNEN, HANDELN UND DANN VERMARKTEN !!!

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