Philip Falcone
Ermittlungen gegen Hedge- Fonds-Gründer

Er hat schon bessere Zeiten erlebt: Philip Falcone. Der einstige Star der Hedge-Fonds-Szene, schlägt sich derzeit mit unzufriedenen Investoren und unruhig gewordenen Regulierungsbehörden herum, berichten US-Medien.
  • 0

NEW YORK. Philip Falcone, einstiger Star der Hedge-Fonds-Szene, hat Ärger mit unzufriedenen Investoren und unruhig gewordenen Regulierungsbehörden. Der Grund für die Verstimmung: Der Gründer des New Yorker Hedge-Fonds Harbinger Capital Partners hat sich Ende 2009 insgesamt 113 Mio. Dollar aus einem Portfolio geliehen, dies jedoch erst fünf Monate später mitgeteilt. Die US-Börsenaufsicht SEC habe deshalb Untersuchungen eingeleitet, ebenso wie das Justizministerium, berichtet die "Financial Times".

Der Wirbel kommt zu einer ungünstigen Zeit. Falcones Fonds hat gerade mit heftigen Verlusten aus seinen Investments zu kämpfen. Der Hedge-Fonds des Ex-Hockey-Stars in Harvard war einst 26 Mrd. Dollar schwer. Derzeit soll sein Fonds auf rund neun Mrd. Dollar geschrumpft sein, heißt es in Finanzkreisen. Einige Portfolios sollen gar mit zehn Prozent oder mehr im Minus liegen.

Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass der Sohn einer Arbeiterfamilie aus dem Städtchen Chisholm im Bundesstaat Minnesota auf einer Welle des Erfolges schwamm: 2009 habe der 48-Jährige 825 Mio. Dollar verdient, berichtet das Branchenmagazin "Absolute Return".

Falcone versteht die Aufregung nicht. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte er, er habe sich 113 Mio. Dollar geliehen, um Steuern zu zahlen und bereits mehr als die Hälfte zurückgezahlt. Der Rest werde folgen.

Derweil habe sich der Manager einen herkömmlichen Kredit bei der Bank of America besorgt, heißt es - und als Sicherheit Kunst aus der eigenen Sammlung hinterlegt.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

Kommentare zu " Philip Falcone: Ermittlungen gegen Hedge- Fonds-Gründer"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%