Philipp Welte
Der verlorene Sohn Philipp Welte kehrt heim

Verleger Hubert Burda bereitet den Generationswechsel vor: Er will den bisherigen Springer-Manager offenbar in den Vorstand seines Medienkonzerns holen.

DÜSSELDORF. Momentan reist Verleger Hubert Burda durch die USA. Im Land von Google, Microsoft und Apple hält sich der badische Medienunternehmer gern und häufig auf. Unterdessen steigt in der Gerüchteküche am Konzernsitz im noblen Münchener Stadtteil Bogenhausen die Temperatur: Kommt der frühere Burda-Manager Philipp Welte wieder zurück in den Konzern?

Ende der Woche wird Hubert Burda wieder in München erwartet. Dann soll offenbar alles offiziell besiegelt werden. Philipp Welte, bislang Geschäftsführer des Vermarkters Axel Springer Media Impact, soll in den Vorstand aufrücken und den bisherigen Burda-Vorstand Jürgen Todenhöfer ersetzen.

Mit dem 46-jährigen Philipp Welte wäre der Generationswechsel bei Burda perfekt. Der frühere CDU-Politiker und Bestseller-Autor Todenhöfer ist bereits 67 Jahre alt. Der Vertrag des stellvertretenden Vorstandschefs soll noch bis zum 70. Lebensjahr laufen.

Weder Burda noch Axel Springer wollten zu den seit Wochen kursierenden Spekulationen gestern Stellung nehmen. Der Generationswechsel bei Burda ist ein Tabuthema.

Doch seit im April die frühere Fernsehunternehmerin Christiane zu Salm in den Vorstand des Familienunternehmens aufgerückt ist, verstummen nicht mehr die Gerüchte, dass Burda die Führungsspitze umbaut. Sollte Welte zurückkehren, wäre die Doppelspitze perfekt. Die ehemalige MTV-Chefin würde sich um das Internet kümmern, Welte würde das klassische Magazingeschäft führen.

Hubert Burda hat Welte vor beinahe zwei Jahre nur höchst ungern zu Springer ziehen lassen. Schließlich arbeitete der Journalist 13 Jahre im Konzern. Der Politologe aus dem schwäbischen Hechingen begann 1996 als Kommunikationschef. Als Geschäftsführer der Burda People Group machte er ab 2002 einen exzellenten Job: Er schaffte es, den Umsatz der Gruppe, zu der Zeitschriften wie „Bunte“, InStyle“ und „Amica“ gehören, mehr als zu verdoppeln. Und als Organisator des begehrten Burda-Preises „Bambi“ verfügt der Berlin-Fan Welte zudem über ein exzellentes Netzwerk in der Medienbranche.

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