Pieroth ist eine Erfolgsstory
Erfolgreiche Vetternwirtschaft

Es gibt Nischen, in denen kann man sich erstaunlich breit machen. 469,3 Millionen Euro Umsatz, mehr als 4 500 Mitarbeiter weltweit, davon alleine 3 000, die im Außendienst arbeiten. Vertreter hat man solche Leute früher genannt, in diesem Unternehmen heißen sie „Weinberater“.

BINGEN. Die Firma nennt sich WIV, ein Name, der selbst in der Welt des Weins nur Eingeweihten etwas sagt. Dahinter steckt der größte Direktvermarkter von Wein weltweit und damit eine Familie, die seit 1665 mit vergorenem Traubensaft ihr Geld verdient. Und bemerkenswerte Höhen und Tiefen erlebt hat: die Pieroths aus Burg Layen bei Bingen.

Seit Anfang des Jahres sitzen mit Johannes und Andreas Pieroth wieder zwei Sprösslinge der Familie im Vorstand des weit verzweigten Unternehmens. Das ist so eine Art Rückkehr – und ein Neuanfang.

Pieroth ist eine Erfolgsstory: zwei Söhne eines traditionsreichen Winzergeschlechts beginnen Anfang der 50er-Jahre mit einer kleinen Revolution im Direktvertrieb. Sie verkaufen nicht Staubsauger oder Putzmittel, sondern Wein per Hausbesuch. Und was bei manchem traditionsreichen Konkurrenten zunächst Kopfschütteln auslöst, entpuppt sich bald als Renner.

Von Anfang an funktioniert die Arbeitsteilung: Der groß gewachsene, weltgewandte Elmar macht den Verkäufer, Kuno, der Stratege, hält daheim die Stellung. Das Konzept „Weinprobe daheim“ funktioniert in Wirtschaftswunderzeiten prächtig. Die Pieroth-Brüder legen sich ein Weingut nach dem anderen zu und gehen bald ins Ausland.

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