Polizeit ermittelt gegen Ölkonzern
Statoil-Chef Fjell zurückgetreten

Der Vorstandsvorsitzende des norwegischen Energiekonzerns Statoil, Olav Fjelldes, hat wegen Korruptionsvorwürfen bei einem Iran-Geschäfts des Konzerns seinen Hut genommen. Erst am Montag war der Vorsitzende des Aufsichtsrat Leif Terje Løddesøl zurückgetreten

HB OSLO. Bis auf weiteres wurde die bisherige Finanzchefin Inge K. Hansen mit der Konzernführung beauftragt.

Die Polizei ermittelt gegen Norwegens größtes Unternehmen, weil Statoil 115 Mill. Kronen (14 Mill. €) an Bestechungsgeldern für ein Milliarden-Geschäft in den neunziger Jahren über London an einen Sohn des früheren iranischen Präsidenten Rafsandschani gezahlt haben soll. Fjell erklärte, er empfinde es als „fast nicht erträglich“, dass er wegen Verletzung ethischer Prinzipien abtreten müsse.

Ihm und auch Løddesøl wird vor allem vom staatlichen Mehrheitseigner des größten Industriekonzerns in Norwegen vorgeworfen, der verdeckten Zahlung von Schmiergeldern nach ersten Nachfragen von Buchprüfern nicht konsequent genug nachgegangen zu sein.

Energieminister Einar Steensnæs erklärte, Statoil habe die richtigen Entscheidungen gefällt. Der norwegische Staat verfügt über 82 % des Statoil-Konzerns, der im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 210 Mrd. Kronen einen Vorsteuergewinn von 48 Mrd. Kronen erwirtschaftet hat.

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