Porsche-Aufsichtsrat
Winterkorn und Pötsch dürfen noch bleiben

Die Dienste von Finanzvorstand Pötsch und Vorstandschef Winterkorn weißt der Aufsichtsrat der Porsche Holding zu schätzen. Daher wurden die Verträge des Führungsduos frohen Mutes um fünf Jahre verlängert.
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StuttgartDer Aufsichtsrat der Porsche Holding hat die Verträge des Führungsduos Martin Winterkorn und Hans Dieter Pötsch um fünf Jahre verlängert. Beide hätten bisher erfolgreiche Arbeit als Vorstandschef und Finanzvorstand geleistet, sagte Aufsichtsrats-Chef Wolfgang Porsche am Freitag. Die beiden Manager, die in den selben Vorstandspositionen auch die Geschicke von Europas größtem Autobauer Volkswagen leiten, brächten ihr Wissen und ihre Erfahrung auch künftig zum Wohl von Porsche ein

Die Porsche Holding hält rund 51 Prozent der Stammaktien von VW. Die Wolfsburger sind im Gegenzug mit rund der Hälfte am Porsche-Fahrzeug-Geschäft beteiligt, das in der nicht börsennotierten Porsche AG angesiedelt ist. Diese Überkreuzbeteiligung hatten die beiden seit Jahrzehnten verbandelten Unternehmen 2009 vereinbart, nachdem die Porsche Holding mit ihrem Plan zur Übernahme des vielfach größeren VW-Konzerns gescheitert waren. Statt dessen einigten sich beide Firmen auf eine Fusion per Aktientausch bis Ende 2011, die aber wegen zahlreicher in Deutschland und den USA gegen die Porsche Holding anhängigen Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe abgeblasen wurde.

Ab Ende dieses Jahres kann sich VW die restlichen Aktien der Porsche AG einverleiben. Bei dieser Übernahme könnte bis 2014 eine milliardenschwere Steuerlast fällig werden - im Gegenzug könnten die beiden Autobauer jedoch durch einer engere Kooperation bei Forschung und Entwicklung sowie im Einkauf Kosten in Höhe von rund 700 Millionen Euro pro Jahr sparen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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