Porträt Albert Frère
Der reichste Belgier zieht Bertelsmann an die Börse

Belgiens vermögenster Bürger Albert Frère, der sich seit 1994 mit dem Titel eines Baron schmücken darf, ist mit Partnern über die Groupe Bruxelles Lambert (GBL) an bedeutenden Konzernen in mehreren Ländern beteiligt, darunter an Bertelsmann. Nun will er seinen Anteil über einen Börsengang loswerden.

HB BRÜSSEL. Der ursprünglich aus der Stahlbranche stammende Unternehmer ist über ein kompliziertes Geflecht von Holdinggesellschaften an großen Konzernen in mehreren Ländern beteiligt. Über die GBL ist der 79 Jahre alte Milliardär mit Partnern Großaktionär beim französischen Energie- und Dienstleistungskonzern Suez und wichtiger Anteilseigner beim Ölgiganten Total. An Bertelsmann hält die GBL 25,1 Prozent.

Frère hat seit knapp fünf Jahren bei Europas größten Medienkonzern eine Schlüsselstellung. Er hat das Recht, den Anteil von Mai diesen Jahres an über einen Börsengang verkaufen zu können. GBL will davon Gebrauch machen, falls die Bedingungen günstig sind.

Der aus kleinen Verhältnissen emporgestiegene Frère ist eine der grauen Eminenzen der französischen Finanzwelt. In Paris gehört ihm die Restaurantkette Flo. Zusammen mit Frankreichs reichstem Mann, Bernard Arnault vom Luxuskonzern LVMH, betreibt er das Bordeaux-Weingut Cheval Blanc.

Frère trat 17-jährig in den elterlichen Eisenwaren-Betrieb ein, den er zum Handelshaus ausbaute. In den 50er Jahren kontrollierte er Stahlwerke in der Wallonie, von denen er sich später wieder trennte. Frère mischte dann in der Banken-, Energie- und Medienbranche mit.

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