Porträt der früheren PDS-Landeschefin
Petra Pau: Vom Katzentisch ins Präsidium

In der vergangenen Legislaturperiode sah sie sich in die allerletzte Reihe des Bundestages verbannt - nun soll Petra Pau dem Hohen Haus zeitweilig präsidieren. Die Linkspartei nominierte die 42-jährige Berliner Politikerin mit der auffallend roten Igel- Frisur als Bundestagsvizepräsidentin, nachdem Parteichef Lothar Bisky zuvor in vier Wahlgängen gescheitert war.

HB BERLIN. Drei Mal schon errang Pau ein Direktmandat für den Bundestag. In ihrer zweiten Legislaturperiode hielt sie zusammen mit Parteifreundin Gesine Lötzsch allein die Stellung für die Linkspartei. Als „Fraktionslose“ saßen die beiden ganz am Rande des Parlaments.

Nachdem ihre Partei 2005 wieder in Fraktionsstärke ins Parlament einrückte, blieben die beiden Frauen ohne herausgehobenes Amt.

Pau war bei der Wahl 1998 als „Notlösung“ für den Ex-Admiral Elmar Schmähling in die Bresche gesprungen, der kurz vor der Wahl wegen Betrugsvorwürfen von der Kandidatur zurückgetreten war. Mit nur 283 Stimmen Vorsprung schlug sie im damaligen Wahlkreis Mitte-Prenzlauer Berg den späteren Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse (SPD).

Als PDS-Landeschefin (1992 bis 2001) baute die ausgebildete Deutsch- und Kunstlehrerin ihre Partei beharrlich zur dritten Kraft in Berlin aus.

Die gebürtige Berlinerin hat ihren Werdegang selbst als „DDR-typisch“ bezeichnet. Mit 18 trat sie 1981 in die SED ein und wirkte als Pionierleiterin und Lehrerin an der Parteihochschule „Karl Marx“.

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