Porträt des Aufsichtsratschefs
Middelhoff: Krisenmanager hinter den Kullissen

Der ehemalige Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff hat erst vor knapp fünf Monaten sein Amt als Aufsichtsratschef bei dem angeschlagenen Handelskonzern Karstadt-Quelle angetreten.

HB ESSEN. Im Ringen um eine Sanierung gilt der 51- Jährige jedoch als einer der wichtigsten Krisenmanager hinter den Kulissen des Warenhauskonzerns. „Er wird ein sehr starker Aufsichtsratschef sein“, hatten Insider schon bei der Wahl Middelhoffs vorausgesagt.

Vor rund zwei Jahren hatte der umtriebige Manager den Chefsessel der Bertelsmann AG in Gütersloh freigeben müssen. Middelhoffs Börsenpläne gefielen dem Firmenpatriarchen Reinhard Mohn nicht. Der vor allem daraus entstandene Streit gipfelte in öffentlichen Anfeindungen und führte schließlich zur Trennung.

Bis dahin hatte der Vater von fünf Kindern als unternehmerische Lichtgestalt und Internet-Ikone gegolten. Nach seinem Ausscheiden in Gütersloh im Juli 2002 war der „Amerikaner mit deutschem Pass“, wie sich Middelhoff selbst einmal bezeichnete, zunächst abgetaucht und hatte über seine berufliche Zukunft öffentlich höchstens in Rätseln gesprochen. Vor gut einem Jahr folgte der Schritt nach London. Von der Themse-Metropole aus übernahm Middelhoff die Koordinierung der Europa-Geschäfte für die Arabian Investment Banking Corporation (Investcorp).

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