Porzellan-Manufaktur Meissen
Vier neue Mitglieder für den Aufsichtsrat

Seit Jahren kämpft die Meissener Porzellanmanufaktur ums Überleben. Immer wieder musste der Freistaat Sachsen einspringen, um finanzielle Schieflagen abzuwenden. Als Gesellschafter treibt der nun den Umbau weiter voran.

Dresden/MeißenNach dem Ausscheiden des ehemaligen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf und seinen Stellvertretern hat der Freistaat Sachsen den Aufsichtsrat für die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen neu aufgestellt. Vier neue Mitglieder seien in das Kontrollgremium berufen worden, teilte das Finanzministerium in Dresden am Freitag mit.

Zu ihnen gehören etwa der Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank, Stefan Weber, und der Leipziger Porsche-Chef Siegfried Bülow. Fünf Mitglieder, darunter Arbeitnehmervertreter, gehören dem Gremium wie bisher an. Nach Angaben des Ministeriums soll der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmen.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der bisherige Aufsichtsratschef Biedenkopf das Gremium verlässt. Damit treibt der Freistaat als Gesellschafter den Umbau des Traditionsbetriebes weiter voran. Das Unternehmen mit rund 660 Beschäftigten ist seit Jahren defizitär und immer wieder auf Finanzspritzen des Freistaates angewiesen gewesen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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