Porzellanmanufaktur Meissen
Kurt Biedenkopf verlässt den Aufsichtsrat

Seit Jahren kämpft die Meissener Porzellanmanufaktur ums Überleben. Immer wieder musste der Freistaat Sachsen einspringen, um finanzielle Schieflagen abzuwenden. Als Gesellschafter baut der nun die Führung um.

DresdenKurt Biedenkopf ist nicht mehr Aufsichtsratschef der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen. Damit setzt der Freistaat Sachsen als Gesellschafter den Umbau in der Führung des Traditionsbetriebes fort. Mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten hätten auch sein Stellvertreter Franz Ritter und Johann Gierl das Kontrollgremium verlassen, berichtete das Finanzministerium in Dresden am Mittwoch. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Das Unternehmen mit 660 Beschäftigten ist seit Jahren defizitär und immer wieder auf Finanzspritzen des Freistaates angewiesen gewesen.

Im März hatte Geschäftsführer Christian Kurtzke das Unternehmen verlassen. Sein Wachstumskurs, auf dem er die über 300 Jahre alte Manufaktur in einen weltweit operierenden Luxuskonzern umbauen wollte, ist umstritten. Biedenkopf – der seit der Übernahme des Betriebes von der Treuhand 1991 dem Aufsichtsrat vorstand – hatte Kurtzke stets den Rücken gestärkt. Die Personalie bedeutet Ministeriumssprecher Stephan Gößl zufolge aber keine Abkehr vom Wachstumskurs für das Unternehmen. „Das sind jetzt nur personelle Änderungen im Aufsichtsrat. Alles Weitere steht jetzt nicht zur Debatte.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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